Eine kleine Anekdote muss sein. Cornelia Hofmann, 53, sitzt an einem fast schon hochsommerlichen Nachmittag im Mai auf der Terrasse ihres Hauses in Hof an der Steinach und erinnert sich an die Weltmeisterschaft 1994. Die frühere Ausnahme-Keglerin stand auf der Anlage in Ludwigshafen und musste auf der äußersten Bahn antreten, direkt neben der VIP-Loge. Der Abstand zwischen ihr und den Gästen auf ihren Sitzen war so klein, dass sie fast die Sektgläser greifen konnte, die dort auf den Tischen standen. Davon ließ sie sich nicht ablenken, fokussierte sich auf ihre Aufgabe und räumte ab. Am Ende wurde sie Weltmeisterin, weil sie es schaffte, alle Nebengeräusche auszublenden. „Hätte ich einen aus der Loge direkt angeschaut, wäre die Konzentration dahin gewesen“, ist sie überzeugt.