Die neue Luft surrt durch weiße runde Löcher, daumengroß, in einem Vorsprung der Klassenzimmerdecke versteckt. Die alte Luft verlässt den Raum kaum wahrnehmbarer durch Lamellen unweit davon. Mehr ist von dem Luftfilter, genauer der raumlufttechnischen Anlage, der Realschule CO II in Coburg weder zu sehen noch zu hören. „Wir sind besser durch die Krise gekommen als andere Schulen“, sagt Schulleiter Klaus Reisenweber. Mit Krise meint er die vergangenen zweieinhalb Jahre Corona-Pandemie. Ermöglicht hat das die Lüftung über seinem Kopf, die in fast allen Klassenzimmern virenbelastete Luft durch eine frische Brise austauscht. Seine Schule ist derzeit die einzige im Landkreis, in der eine solche Anlage installiert ist. „Wir gehen das neue Schuljahr entspannt an“, ergänzt er. Seine Kollegen hingegen blicken aufgrund der Erfahrungen jüngster Schuljahre – unter Winterkälte frierende Schülerinnen und Schüler, Homeschooling, Abstrichpflicht, sich bisweilen wöchentlich ändernde Schutzmaßnahmen und was eine Pandemie noch so mit sich bringt – bang auf die erste Unterrichtsstunde im Herbst.