Vorsicht Wann Mäusebussarde Menschen attackieren

Die Belichtung mit einer Zehntelsekunde der Aufnahme zeigt die Bewegung der Flügel eines Mäusebussardes beim Abflug von einem Baumstamm. Symbolfoto. Foto: picture alliance / dpa | Patrick Pleul

Wenn es um ihren Nachwuchs geht, reagieren Bussarde besonders empfindlich. Sie greifen auch Menschen an. Wie man sich am besten schützen kann.

 
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Jogger sollten in den kommenden Wochen auf bestimmten Strecken langsamer laufen, um Angriffe von Mäusebussarden zu vermeiden - etwa an Waldrändern. Der Grund: Weil sie ihren frisch geschlüpften Nachwuchs hüten, reagieren Bussardeltern vereinzelt empfindlich auf schnelle Bewegungen und attackieren die vermeintliche Gefahr für ihre Jungen - manchmal sogar mit Schnabel und Krallen.

Vor allem am Waldrand oder in der Nähe kleinerer Waldgehölze empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) daher Joggern, Radfahrern und sogar Fußgängern, sich aufmerksam und langsam zu bewegen.

Was bei einem Angriff zu tun ist

Für den Fall eines Angriffs gilt: Ruhe bewahren und sich langsam vom Bussard und seinem Horst entfernen. Um den Kopf zu schützen, können die Hände oder ein Ast als Abschirmung dienen.

Meist bleibt es bei sogenannten Scheinangriffen, bei dem der Vogel kurz vorher abdreht oder knapp über einen hinwegfliegt. „Die Gefahr eines Angriffs besteht nur während der Aufzucht und ist zudem von Paar zu Paar unterschiedlich“, erklärt Nabu-Experte Christian Chwallek.

Die kritische Phase, in der die Altvögel am ehesten ihre Brut aggressiv verteidigen, beginnt demnach Anfang Juni und reicht bis in den Juli hin. „Sobald die Jungen selbstständig sind, kehrt bei den Eltern wieder Ruhe ein.“

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