VR Bank Oberfranken Mitte Genossenschaftsbank auf Erfolgskurs

Vorstand und Aufsichtsrat vermeldeten erfreuliche Zahlen. Doch man ist sich auch bewusst: Die Herausforderungen werden größer.

Die VR Oberfranken Mitte blickte auf ein durchaus gutes Geschäftsjahr zurück. Im Bild (von links) Frank Wich, Alexander Meile, Holger Riegg, Hans Peter Brendel, Hans-Peter Röhrlein und Timo Ehrhardt. Foto: VR Bank

Im Rahmen der ordentlichen Vertreterversammlung der VR Bank Oberfranken Mitte in Kulmbach blickten Aufsichtsrat, Vorstand und die gewählten Mitgliedervertreter kürzlich auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück.

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Aufsichtsratsvorsitzender Holger Riegg und die Vorstandsmitglieder Frank Kaiser sowie Markus Schappert präsentierten dabei die Geschäftszahlen und die Entwicklung der Genossenschaftsbank. Wie zunächst Schappert betonte, sei trotz der grundsätzlich wirtschaftsfördernden Zinspolitik die Stimmungslage der Wirtschaft in der Region recht ernüchternd. Dies habe die neueste Umfrage der Industrie- und Handelskammer Oberfranken gezeigt.

Nichtsdestotrotz habe die Bank ein gutes Ergebnis zum Jahresende 2025 eingefahren. Wie Frank Kaiser ausführte, seien die Geschäftsguthaben um 3,6 Prozent von 41,8 Millionen auf 43,3 Millionen Euro gestiegen. „Die VR Bank Oberfranken Mitte steht wirtschaftlich gesund und zukunftsfähig da – unabhängig und mit einem klaren Fokus auf unsere Region. Dennoch werden unsere Herausforderungen schwieriger; der zunehmende Fachkräftemangel, die steigenden Anforderungen zum Schutz vor Cybercrime, oder die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, um nur ein paar Beispiele zu nennen“, so Kaiser weiter.

60.000 Kunden

Die VR Bank Oberfranken Mitte zählte zum Jahresende rund 60.000 Kunden, davon 29.115 Mitglieder und ist in aktuell zwölf Geschäftsstellen in den Landkreisen Kulmbach und Kronach präsent. Die Bilanzsumme der VR Bank Oberfranken Mitte belief sich zum Jahresende 2025 auf 1.520,8 Millionen Euro und lag damit lediglich 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1.532,5 Millionen Euro. Damit bewegt sich die Bank weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der oberfränkischen Genossenschaftsbanken (926,4 Millionen Euro) sowie der bayerischen Genossenschaftsbanken (1.236,3 Millionen Euro).

Die Kundengelder lagen zum Jahresende bei 1.254,1 Millionen Euro und damit um 17,9 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Während Tagesgelder stärker nachgefragt wurden, zeigte sich bei Termin- und Spareinlagen eine zurückhaltendere Entwicklung. Gleichzeitig setzte sich der Trend zur Anlage in festverzinsliche Konzepte sowie in Aktien- und Fondsprodukte deutlich fort. Besonders positiv entwickelte sich das Kreditgeschäft. Das Kundenkreditvolumen konnte um 57,9 Millionen Euro beziehungsweise 7,6 Prozent auf insgesamt 818,9 Millionen Euro gesteigert werden. Damit knüpfte die Bank an das starke Vorjahresergebnis an und erzielte ein Wachstum deutlich über dem Durchschnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken.

Als Finanzierungspartner der Region nahm die VR Bank Oberfranken Mitte auch im Jahr 2025 ihre Verantwortung für Privat- und Firmenkunden konsequent wahr. Das betreute Kundenvolumen, bestehend aus Kundengeldern, Krediten, Wertpapierdepots und Anlagen in Produkten der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, stieg zum Jahresende 2025 auf 3.164,8 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 102,9 Millionen Euro beziehungsweise 3,4 Prozent.

Die Vertreterversammlung folgte dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses. Die VR Bank Oberfranken Mitte erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von 1.569.323 Euro. Davon werden 365.000 Euro zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals verwendet. Gleichzeitig profitieren die 29.115 Genossenschaftsmitglieder von einer Dividende in Höhe von 3,0 Prozent, die damit deutlich über dem aktuellen Kapitalmarktzinsniveau liegt. Die Ausschüttung beläuft sich insgesamt auf 1.203.672 Euro. Im Jahr 2025 flossen zudem mehr als 240.000 Euro über Spenden und Sponsoringmaßnahmen zurück in die Region.

Einstimmige Entlastung

Die Vertreterversammlung erteilte den Vorstandsmitgliedern Frank Kaiser und Markus Schappert einstimmig die Entlastung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Auch der Aufsichtsrat wurde für seine Arbeit einstimmig entlastet. Turnusgemäß schieden zwei Mitglieder des Aufsichtsrats aus und stellten sich erneut zur Wahl. Timo Ehrhardt aus Ludwigsstadt und Hans-Peter Röhrlein aus Untersteinach wurden einstimmig für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Hans Peter Brendel aus Kupferberg. Auch seine Wahl erfolgte einstimmig.