Aktuell ist er Mitglied im Gemeinderat, im kommenden Jahr möchte er der neue Chef im Rathaus werden: Sozialdemokrat Christian Siebinger.
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Der 49-Jährige ist bereits seit sechs Jahren Mitglied im Gemeinderat als Vorsitzender der SPD. „Ich habe mir das die vergangenen Jahre angeschaut und glaube, dass es noch besser geht“, sagt der selbstständige Diplom-Bauingenieur. „Die Herausforderungen der kommenden Jahre verlangen neue Wege – und den Mut, eingefahrene Denkmuster zu verlassen.“
Seit Jahren heiße es, dass kein Geld da sei. „Doch Stillstand und von der Substanz leben, ist keine Lösung. Unsere Gemeinde braucht Investitionen – in Pflichtaufgaben, wie zum Beispiel Infrastruktur und Bildung, aber auch in freiwillige Leistungen, die das gesellschaftliche Leben stärken.“ Räume für Vereine, kulturelle Angebote, soziale Initiativen. Der 49-Jährige betont: „Diese Aufgaben dürfen nicht länger aufgeschoben werden.“
Christian Siebiger möchte unter anderem auf ein innovatives Finanzierungsmodell setzen, welches die Investitionen außerhalb der gemeindlichen Pflichtaufgaben ermöglichen soll: die Gründung einer Bürgerstiftung, die gezielt Projekte in der Gemeinde unterstützt. Diese Stiftung solle nicht nur Spenden bündeln, sondern sich auch aktiv an nachhaltigen Projekten beteiligen. So würden langfristige Einnahmen entstehen, die direkt in die Gemeindeprojekte fließen. Die Stiftung solle aber auch passives Einkommen aufbauen und Rücklagen bilden. Ziel sei es, mittelfristig einen Jahresumsatz im siebenstelligen Bereich zu generieren. „Dabei ist ausdrücklich vorgesehen, dass die Wertschöpfung bei den Bürgern bleibt”, so Siebinger.
Neben der finanziellen Neuausrichtung stehe auch die „politische Kultur“ im Fokus. Siebinger setzt auf Transparenz, Beteiligung und Dialog. Die Menschen sollen laut Pressemitteilung nicht nur alle sechs Jahre wählen, sondern regelmäßig mitgestalten können. „Politik muss wieder näher an die Lebensrealität der Bürgerinnen und Bürger rücken. Im Stiftungsrat sollen hauptsächlich Vereinsvertreter installiert werden.“ Somit habe nahezu jede Bürgerin und jeder Bürger eine Stimme in der Stiftung.
Maik Rosemann, Vorsitzender Freie Wähler, und Christian Siebinger werden demnach gemeinsam in den kommenden Wochen unterschiedliche Ideen und Perspektiven zusammenzuführen – mit dem Ziel, tragfähige Lösungen für die Herausforderungen „unserer Zeit“ zu entwickeln. Beide Fraktionen stehen laut Schreiben dabei für einen offenen Dialog und eine konstruktive Auseinandersetzung im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger. Parteipolitik spiele hier keine Rolle.
Christian Siebinger resümiert: „Die Wahl am 8. März 2026 ist eine Gelegenheit, die Zukunft unserer Gemeinde aktiv mitzugestalten und eingefahrene Muster zu durchbrechen – gemeinsam, transparent, innovativ und bürgernah.“