Welche Rolle spielt das Netz?
Der Minister verwies auch auf Diskussionen über ein mögliches Fischereinetz am Tier. Ein großer Teil des Netzes - 50 bis 70 Meter - sei bereits am 3. März im Hafen von Wismar entfernt worden. "Das ist sichergestellt. Auch das wird in die Analyse mit eingehen." Man wisse aber nicht, wie viel Netzmaterial sich möglicherweise noch im Wal befinde.
Ein mögliches Netz könne aber nicht einfach entfernt werden. Ein solcher Eingriff wäre mit erheblichen Risiken für den Wal und die Beteiligten verbunden, insbesondere weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass das Material bereits in das Gewebe des Tieres eingewachsen sei, Backhaus: "Ein Eingriff könnte dem Tier zusätzliche schwere Verletzungen zufügen."
Toter Wal käme nach Stralsund
Sollte das eintreten, was Wissenschaftler, Umweltschützer und Politik erwarten und befürchten, würde der Kadaver des Wals nach Stralsund zum Deutschen Meeresmuseum gebracht werden, das als Forschungseinrichtung auch eine Spezialabteilung für Meeressäuger unterhält. Dabei würde es laut Backhaus aber ausdrücklich nicht darum gehen, ein Skelett für das Museum zu bekommen, sondern allein darum, den Wal nach seinem Tod zu untersuchen und die Todesursache zu bestimmen.