Wallenfels Flötenklänge und Holzkunst fürs „Mättela“

An dieser Stelle in Wallenfels soll das restaurierte „Mättela“ wieder aufgestellt werden. Verantwortlich für die Spende von 1300 Euro sind maßgeblich (von links) Musiker Maik Förner, Dieter Müller, Franz Behrschmidt, Holzkünstlerin Karin Schmitt und Bürgermeister Jens Korn. Foto: /Susanne Deuerling

1300 Euro kommen bei einem Benefizkonzert für ein Denkmal in Wallenfels zusammen. Dabei gibt es „Mättela“ im Mini-Format.

Wallenfels - 1300 Euro sind bei einem Benefizkonzert mit Maik Förner und durch eine Spendenbox in Wallenfels zusammengekommen. Das Geld ist für die Restaurierung des „Mättela“ bestimmt, eines Flurdenkmals in der Flößerstadt.

Wer bei dem Konzert in der Aula des Bildungszentrums Wallenfels dabei war und die Töne der Panflöte auf sich wirken ließ, war begeistert vom Können Maik Förners und der Intensität, mit der er musiziert. Er spielt nicht nur, er ist sozusagen eins mit seiner Panflöte. Und das spürt man bei jedem Lied, sei es leise und demütig oder schwungvoll und jubilierend.

Bescheiden ist er, der junge Mann, der sich sein Spiel selbst beigebracht hat. Nun begeistert er seine Zuhörer mit Schlagern und Popmusik und tritt auch im kirchlichen Bereich auf, wo er manche Gottesdienste und Feiern begleitet.

Für den sehr sozial eingestellten Maik Förner war es deshalb keine Frage, auch bei der Finanzierung der „Mättela“-Restaurierung zu helfen, als man ihn bat, dafür ein Konzert abzuhalten. „Ich war überwältigt vom großen Zuspruch und der Besucherzahl“, sagte der Musiker, der seine Zuhörer mit einer Auswahl an Schlager, Evergreens und internationalen Hits begeisterte.

Eine gut sichtbare Spendenbox, die im Bildungszentrum aufgestellt war, war schon bald ordentlich gefüllt. Hier hatte sich Karin Schmitt etwas Besonderes einfallen lassen. Die Holzkünstlerin hatte kostenlos kleine Nachbildungen des „Mättela“ angefertigt, die sich jeder, der mindestens zehn Euro in die Spendenbox warf, mitnehmen konnte. Bis heute hat sie bereits mehr als 50 Stück gefertigt.

Notwendige Restaurierung

Anlass für die Aktion war die dringend notwendige Restaurierung des „Mättela“. Der Heimatgeschichtliche Arbeitskreis hatte in seiner jüngsten Hauptversammlung beschlossen, die Kosten hierfür in Höhe aufzutreiben. Restaurator Willi Keim aus Roßlach wird das Flurdenkmal restaurieren. Damit das „Mättela“ in seinem jetzigen Zustand erhalten bleibt, braucht man rund 4000 Euro. Wenn auch die ursprüngliche Inschrift wieder zum Vorschein kommen soll, belaufen sich die Kosten auf 5300 Euro.

Dank Spenden der Sparkasse und der VR Bank über jeweils 1000 Euro und des Konzerterlöses von 1300 Euro ist die Finanzierung auf einem guten Weg. Der Vorsitzende des Heimatgeschichtlichen Arbeitskreises, Franz Behrschmidt dankte unter anderem den Stadtarbeitern und vor allem Geschäftsleiter Christoph Hohlweg für den spontanen Einsatz, um das Konzert im Bildungszentrum abhalten zu können.

Bürgermeister Jens Korn war voll des Lobes für das Engagement des Heimatgeschichtlichen Arbeitskreises. Wallenfels habe viele Denkmäler, die Zeugen des Glaubens der Bevölkerung seien. Diese müssten jedoch alle unterhalten werden, was meist sehr kostenintensiv sei. Beeindruckt zeigte sich Korn auch davon, dass junge Menschen wie Maik Förner sich so in den Dienst der guten Sache stellen. Bei Karin Schmitt bedankte sich der Bürgermeister ebenfalls. Sie habe mit ihren Holzkunstwerken schon viel Gutes bewirkt, etwa mit dem „Engel der Hoffnung“, der im vergangenen Advent verteilt wurde.

Wer gerne noch ein aus Holz gefertigtes „Mättela“ haben möchte, kann dieses gegen eine Spende von mindestens zehn Euro bei Karin Schmitt bestellen, Telefon 09262/8216. Jeder gespendete Euro fließt dabei in die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten, versprechen die Verantwortlichen.

Wenn das „Mättela“ fertig ist und an seinem Platz neu eingesegnet wird, kann man die kleinen Holzmartern mitbringen. Diese werden dann ebenfalls gesegnet.

 

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