Warnstreik am Wochenende Bäder in Neustadt bei Coburg bleiben zu

Noch bis Sonntag bleiben die Schwimmbäder in der Puppenstadt wegen eines Warnstreiks geschlossen. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Neustadter Bäder GmbH scharf.

Tür geschlossen: Wegen eines Warnstreiks bleiben die Schwimmbäder in Neustadt am Wochenende zu. Foto: Verdi

Mit einem dritten Warnstreik setzen die Beschäftigten der beiden Bäder in Neustadt bei Coburg von Freitag, 28. November, bis einschließlich Sonntag, 30. November, ihren Protest fort. Wie die Gewerkschaft Verdi in einer Pressemitteilung schreibt, verschärften die Angestellten ihn mit dem dreitägigen Ausstand. Es gehe um die „anhaltende Weigerung des Arbeitgebers, Tarifverhandlungen aufzunehmen“.

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Die Gewerkschaft wollte daran erinnern, dass die Arbeitgeberseite in der vergangenen Streikwelle die von den Beschäftigten eingeforderten Tarifverhandlungen als „sinnlos“ bezeichnet habe. „Wer Gespräche über einen Tarifvertrag für sinnlos erklärt, zeigt deutlich, welchen Stellenwert die eigene Belegschaft hat“, wird Jan Storbeck, Gewerkschaftssekretär Oberfranken-West, zitiert. „Unsere Kolleginnen und Kollegen wollen nichts weiter, als endlich an den Tisch zu kommen und tragfähige Lösungen zu verhandeln – doch der Arbeitgeber verriegelt jede Tür.“

„Sie wollen Sicherheit, planbare Einkommen und klare Perspektiven“

Die Beschäftigten hätten nach dem ersten Warnstreik im Oktober wiederholt signalisiert, dass sie jederzeit zu Gesprächen bereit sind, heißt es weiter. Statt eines Dialogs seien jedoch erneut Absagen über die beauftragte Kanzlei gekommen. „Die Kolleginnen und Kollegen streiken nicht aus Spaß oder Prinzip“, so Storbeck. „Sie wollen Sicherheit, planbare Einkommen und klare Perspektiven. Dass ausgerechnet das Gespräch darüber als überflüssig abgetan wird, ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die den Laden Tag für Tag am Laufen halten.“

Auch der Verdi-Landesfachbereichsleiter Martin Marcinek finde deutliche Worte: „Tarifverhandlungen sind kein Gefallen, den man Beschäftigten ausnahmsweise gewährt, sondern ein grundlegendes Instrument, um faire Bedingungen zu sichern. Wer das als sinnlos bezeichnet, trägt die Verantwortung dafür, dass nun erneut gestreikt wird und die Schwimmhallen geschlossen bleiben.“

Und weiter: „Wir sind jederzeit bereit, den Warnstreik zu unterbrechen, wenn der Arbeitgeber zu ernsthaften Gesprächen bereit ist“, erklärt Dirk Schneider, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer Oberfranken-West. „Doch solange jede Einladung zum Dialog abgeblockt wird, bleibt den Beschäftigten nur der Druck auf der Straße – mit allen Konsequenzen für den Badebetrieb. Die Verantwortung dafür liegt eindeutig beim Arbeitgeber.“