Was für eine Gaudi! Sautrog-Rennen in Untersiemau

Michael Stelzner

Bei dem Gaudi-Rennen in Untersiemau haben am Ende die „Schloßteichfischer“ die Nase vorn.

Einst wurde der Sautrog zum Waschen und zum Entfernen der Borsten geschlachteter Schweine verwendet. Seit den 1990er-Jahren werden die meist rechteckigen Holzbehälter in Untersiemau aber noch auf andere Weise genutzt. Denn beim Teichfest, das in der Regel alle zwei Jahre stattfindet, wird ein Sautrogrennen auf dem Untersiemauer Schlossteich durchgeführt. Dabei müssen die Fahrer den Trog mithilfe von Paddeln bis zu einer Boje und wieder zurück zum Ufer steuern. Dann müssen die Teampartner dieselbe Strecke noch einmal absolvieren. Auch in diesem Jahr kam es dabei zu Stürzen, wobei die betreffenden Fahrer im Schlossteich landeten. Mancher Akteur musste mit seinem Trog im Schlepp zurück zum Ufer schwimmen, denn das Einsteigen auf dem Teich war schlecht möglich. Einige Tröge waren außerdem nicht hundertprozentig dicht, liefen mit Wasser voll und gingen schließlich unter.

Zehn Teams aus Untersiemau und Umgebung sowie von der Patenwehr aus Neuses an den Eichen nahmen an dem lustigen Wettbewerb teil. Mehrere Hundert Zuschauer verfolgten die Duelle, denn es starteten immer zwei Tröge gleichzeitig. Besonders spannend gestaltete sich das Halbfinale, in dem die „Bierkacher“ mit Sven Schneider und Janine Geuther sowie die „Landjugend 1“ mit Luis Woitzek und Jonatan Raab aufeinandertrafen. Letztere entschieden das Duell schließlich für sich.

Ähnlich aufregend gestaltete sich das Finale – ein Lokalderby zwischen der „Stollengruppe“ mit Maximilian Packert und Jonas Brückner sowie den „Schloßteichfischern“ mit Christian Kob und Henrik Hopf, beides Teams aus Untersiemau. Dabei wurde mit allen Mitteln gekämpft, sodass die „Stollengruppe“ schließlich sogar das kühle Wasser des Teichs genießen durfte und die „Schloßteichfischer“ gewannen.

Moderiert wurde das Rennen von Hans-Jürgen Ganß, der auch die Siegerehrung vornahm. Dabei wurden die drei schönsten Sautröge mit Preisen bedacht. Dies waren neben den „Schloßteichfischern“ und den „Bierkachern“ auch die „Biernixen“. Die drei Erstplatzierten erhielten Pokale, die Kreisbrandinspektor Reinhard Hartung gespendet hatte. Darüber hinaus gab es Sachpreise.

 

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