Stein beobachtet den Boom bei Barbershops mit Skepsis: "Barber ist nicht gleich Barber, aber wir sehen hier verstärkt Dumping-Preise. Das ist ein unfairer Wettbewerb. Damit kann ein Betrieb nicht kostendeckend arbeiten." Wie qualifiziert die Mitarbeiter in diesen Salons seien, spiele oft keine Rolle. Mit einer normalen Friseurausbildung sei dies nicht vergleichbar. Insbesondere beim Einsatz von Chemie, etwa im Bereich Haarfärbung oder Dauerwelle, fehle es an Fachwissen.
Die Probleme der Gesamtbranche zeigen sich auch beim Nachwuchs: Zwischen 2014 und 2023 sank die Zahl der Auszubildenden von 23.540 auf 13.509. Immerhin gab es zuletzt erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder einen leichten Anstieg. Auffällig ist zudem: Immer mehr Männer entscheiden sich für den Beruf – ihr Anteil lag 2024 bei gut einem Drittel.