Wasserwacht Wallenfels Auch im Kampf gegen Corona aktiv

Vorsitzender Armin Bandorf (links) und Dr. Peter Anhut vom Kiwanis Club bei der Übergabe des Defibrillators Foto: /Susanne Deuerling

Auf die Wasserwacht Wallenfels ist Verlass. 2020 war man insgesamt 1233 Stunden im Einsatz. Mit der Wiederwahl des Vorsitzenden Bandorf bestätigt man dann den eingeschlagenen Kurs .

Wallenfels - Es grenzt schon fast an ein Wunder, wenn man die Statistik der BRK-Wasserwacht Wallenfels anschaut. Trotz der nun schon über ein Jahr andauernden Pandemie-Beschränkungen leistete man im Jahresverlauf 1233 ehrenamtliche Stunden im Einsatz für die Bevölkerung.

Nun stand die Neuwahl des Vorstandes an. Trotz hoher Inzidenzwerte musste dies in Präsenz erfolgen. Um die Hauptversammlung so kurz wie möglich zu halten, waren die Berichte vom Vorstand bereits im Vorfeld an die Mitglieder gegangen. Außerdem gab es die Möglichkeit, die Sitzung online zu verfolgen. Für die Neuwahl unter strengen Hygienemaßnahmen hatte man ins Kulti eingeladen.

Bei den Wahlen drehte sich dann das Personalkarussell ein wenig. Den Posten als stellvertretender Vorsitzender übernahm der bisherige Technische Leiter Christian Stumpf. Als neuer Technischer Leiter fungiert Jürgen Fabritzek. Neu ist auch der Jugendleiter Nico Schlee, bisher stellvertretender Jugendleiter. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Rob Smith bleibt als Beauftragter Blutspenden im Vorstand. Alle Abstimmungen erfolgten jeweils einstimmig.

Vorsitzender Armin Bandorf dankte allen für ihre Bereitschaft, auch weiterhin zum Wohle der Wasserwacht mitzuarbeiten. Er verabschiedete den bisherigen Jugendleiter Marcel Müller, der seinen Lebensmittelpunkt nach Bamberg verlagert hat. Der alte und neue Vorsitzende gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die „Welle“ baldmöglichst wieder mehr in ihrer ursprünglichen Bedeutung mit Wasser statt Corona in Verbindung gebracht werde.

Vieles geplant – wenig umgesetzt

Bandorf ging dann auf das vergangene Jahr ein. Vieles sei geplant gewesen, nur einiges davon hätte man aber durchführen können. Die Unterstützung im Februar 2020 an der Ködeltalsperre, das Training im Schwarzenbacher Hallenbad im Winter und der Umzug am Faschingsdienstag wurden normal durchgeführt. Doch dann kam Corona. Der Winterschwimmkurs für die Kinder musste abgebrochen werden, weder Training noch Ausbildung fanden statt. Im Eiltempo absolvierten die Einsatzkräfte Onlinekurse zum Infektionsschutz und Hygiene. Vor allem die Durchführung der Blutspendetermine verlangte den Helfern alles ab. Zudem unterstützte man die Lebenshilfe kurz vor Weihnachten 2020 nach einem dortigen Corona-Ausbruch. Im Sommer 2020 öffnete das Freibad für kurze Zeit und hier leistete man 121 Wachstunden ab.

Im Bereich der Aus- und Fortbildung konnte natürlich nicht viel unternommen werden. Notwendig war die Überprüfung der Rettungstauglichkeit sowie die Auffrischung zum Bedienen des Defibrillators im HLW und die Wasserwanderung in der Wilden Rodach. Das kurze Zwischenhoch im Sommer und Herbst 2020 währte jedoch nicht lange. Wieder mussten alle Übungseinsätze und Ausbildungen abgesagt werden. Das Ablegen der Schwimmabzeichen hielt sich pandemiebedingt ebenfalls in Grenzen. Doch es gab auch einige positive Meldungen. Die Zufahrt zum Wasserwacht-Heim wurde komplett geteert und ein neuer Zaun mit Sichtschutz aus Schilfrohr installiert. Das „Niemandsland“ vor dem Nebeneingang wurde auch in einen ansehnlichen Zustand versetzt. Eine großzügige Spende erhielt die Wasserwacht vom Kiwanis-Club, der 2500 Euro für den neu angeschafften Defi übergab. Außerdem erhielt die Wasserwacht noch einige Spenden von Privatleuten und Vereinen.

Stabile Mitgliederzahl

Aber wie geht es nun 2021 weiter? Zuerst einmal kann man mit einer stabilen Mitgliederzahl von 226 gut arbeiten und darauf aufbauen. Vorausgesetzt, die Pandemie und die Einschränkungen lassen das zu. Und so laufen die Vorbereitungen der Floßsaison 2021 mit Hygienekonzept, die Öffnung des Freibades und somit wieder Ausbildungen und Übungen. „Für das traditionelle Badfest sehen wir allerdings schwarz“, so Bandorf.

Auch die Wasserwacht-Jugend war nicht untätig. Solange es irgendwie ging, führte man Jugendtraining durch. Es gab den Weihnachtsausflug ins Saalemaxx, die Müllsammelaktion und die Wasserwanderung. Während des Lockdowns traf man sich zu Online-Spieleabenden.

Bürgermeister Jens Korn dankte unter anderem besonders für die personelle Unterstützung der Wasserwacht während der Freibadsaison. Der Kreisgeschäftsführer des BRK, Roland Beierwaltes ging auf die großen Herausforderungen ein, die Corona an das BRK als Hilfsorganisation stellt. Zu diesem Thema fand Ehrenamtsmanager Ralf Schmidt ebenfalls klare Worte: „Ohne den Einsatz unserer Ehrenamtlichen wären mit Sicherheit mehr Corona-Tote zu beklagen.“

 

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