Im Rückblick erinnern sich die drei an weitreichende Entscheidungen, denen viele Diskussionen vorausgegangen waren. „Es war nicht immer leicht, alle Stadtratsbeschlüsse umzusetzen“, sind sie sich einig. Wenn auch in verschiedenen Funktionen tätig, so seien doch viele Maßnahmen immer wieder abteilungsübergreifend im gemeinsamen Engagement zum Ziel zu führen gewesen. Wie die Landesgartenschau oder die Sanierung der Festung Rosenberg. Zwei Projekte, die sich über viele Jahre hinweggezogen und sowohl den Kämmerer, den Stadtplaner wie auch den Wirtschaftsmanager beschäftigt hätten. Weitere Beispiele seien der Umbau und Ausbau des Erlebnisbades Crana Mare, die energetischen Sanierung von Lucas-Cranach-Grundschule und dem Rathaus sowie dem Feuerwehrgerätehaus Kronach und langfristig laufende Projekte wie die Dorferneuerungen in Neuses und Friesen gewesen. Denn es mussten sowohl stadtplanerische und ortsbildprägende wie auch wirtschaftliche Belange und nicht zuletzt die Fördermöglichkeiten unter einen Hut gebracht werden. Das, so seufzen die drei Pensionäre im Einklang als hätten sie es vorher geübt, „forderte oftmals viel Geduld, Einfühlungsvermögen und viele Gespräch mit Bürgermeister und Bürgermeisterin, Stadtrat und Aufsichtsbehörden sowie mit Geldgebern seitens der Regierung von Oberfranken und darüber hinaus auch mit Staatsministerien.“ Daniel Gerber sieht die Festung Rosenberg als Jahrhundertaufgabe. Große weitere Herausforderungen seien im Innenstadtbereich der Kühnlenzhof, deren Sandsteinbau mit der Passage man vor dem Verfall zwar retten konnte, man aber weiter an dem Kernbereich des einstigen Industriegeländes zu kämpfen haben wird. Gleiches gelte für die geplante Generalsanierung des Bürgerspitals sowie dem neuen Verkehrskonzept in der Innenstadt, das gemeinsam mit dem Kommunalunternehmen Lucas-Cranach-Campus entwickelt werden soll.