Weihnachten Kirchen sagen Gottesdienst auf Coburger Marktplatz ab

Eigentlich sollten an Heilig Abend bis zu 550 Menschen im Zentrum von Coburg zusammenkommen können. Eigentlich.

Auf dem Coburger Marktplatz wird es an Weihnachten nun doch keinen Gottesdienst geben. Foto: /Frank Wunderatsch

Coburg - Das Evangelische Dekanat und die katholischen Gemeinden Coburgs haben sich entschlossen, den Ökumenischen Gottesdienst an Heilig Abend auf dem Marktplatz abzusagen. „Schweren Herzens“, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom Mittwoch heißt. Er war mit bis zu 550 Teilnehmern geplant. „Wir wollen mit der Absage dieses sehr großen Gottesdienstes die Bemühungen zur Reduktion der Infektionen unterstützen. Trotzdem glauben wir, dass man im kleineren Rahmen, wie ihn die Kirchengemeinden bieten, gut und sicher Weihnachtsgottesdienste feiern kann. Vielleicht lässt sich die Idee einer gemeinsamen Christvesper, die auf eine große positive Resonanz gestoßen ist, im kommenden Jahr verwirklichen,“ hoffen Pfarrvikar Andreas Stahl und die Dekane Stefan Kirchberger und Andreas Kleefeld.

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Trotz der verschärften Rahmenbedingungen finden Gottesdienste der Kirchengemeinden am Heiligen Abend und an den Weihnachtsfeiertagen statt. Die Verantwortlichen würden gewissenhaft für die Sicherheit der Gottesdienstbesucher sorgen.

Anmeldepflicht

Die Gottesdienste werden in aller Regel kurz sein. Die Gemeinde dürfe nicht singen. Es bestehe die Pflicht, den Mund-Nase-Schutz zu tragen. Es gelet eine Anmeldepflicht für alle Gottesdienste am Heiligen Abend. Die Teilnehmer sind aufgerufen, ihrem Pfarramt mitzuteilen, mit wie vielen Personen sie zu welchem Gottesdienst kommen werden. Zwischen den Gottesdiensten werden die Kirchen gründlich gelüftet.

„Die Gottesdienstbesucher unterstützen die Bemühungen der Kirchengemeinden um Sicherheit, wenn sie rechtzeitig zum Gottesdienst kommen und beim Einlass in die Kirchen die nötigen Abstände einhalten,“ so die beiden Kirchen. Es werde um Verständnis gebeten, wenn Besucher abgewiesen werden müssen, weil die Kapazitätsgrenze eines Gottesdienstes erreicht ist.

Die geplanten Christmetten würden in vielen Gemeinden vorverlegt. Leider könne es sein, dass einzelne Gottesdienste nicht stattfinden. Die Gläubigen werden gebeten, sich zeitnah an den Veröffentlichungen der Kirchengemeinden und dem Gottesdienstanzeiger, der zu Beginn der Weihnachtswoche veröffentlicht werden soll, zu orientieren.