Aufruf Wir suchen Ihr Weihnachtshaus!

Pünktlich zum Start in die Adventszeit sind in Stadt und Landkreis Coburg viele Gebäude wieder festlich geschmückt. Trotz oder gerade wegen der allgemeinen Krisenstimmung.

Ein riesiger beleuchteter Eisbär, funkelnde Geschenkpäckchen, Sterne und Lichterketten: Das Wohnhaus von Andreas Müller und seiner Frau in der Kronacher Straße in Rödental wird seit einigen Tagen in den Abendstunden zum Lichtpunkt. Rund 80 Dekoartikel und insgesamt knapp 10 000 LED-Birnen hat er installiert, um auf die Weihnachtszeit einzustimmen. „Jeder Mensch hat einen Spleen und das ist meiner“, sagt der 55-Jährige, der auch das Innere seines Hauses festlich schmückt.

Seit Jahren ist für ihn das Vorbereiten von Haus und Garten in der Vorweihnachtszeit ein Highlight. Schon im Sommer, wenn sonst noch niemand an das Fest denkt, überlegt er, welche neuen Stücke er seiner Sammlung hinzufügen könnte. Dabei legt er großen Wert auf die Qualität. Ein großer Outdoor-Schwibbogen etwa wurde im Erzgebirge gefertigt, der Herrnhuter Stern ist ebenfalls ein Original. Andreas Müller möchte mit seiner Dekoration den Menschen eine Freude machen. „Weihnachten ist ja das Fest des Lichtes“, wie er sagt. Gerade jetzt, angesichts von Krisenstimmung, will er einen Gegenpunkt setzen. „Man darf nicht vor allem in die Knie gehen“, erklärt er. Um die Stromkosten trotzdem etwas einzuschränken, schaltet er seine Dekoration etwas später an, früher aus und lässt sie nicht wie in den Vorjahren bis Mariä Lichtmess am 2. Februar leuchten, sondern nur bis zum 8. Januar. „Das spart schon eine Menge“, ist er zuversichtlich und freut sich darüber, dass auch in diesem Jahr wieder viele Passanten bei ihm vorbeischauen.

Bei allen bunten Dekoteilen ist für Andreas Müller dennoch die Krippe der zentrale Punkt – schließlich hat er als ehrenamtlicher Küster einer Sonneberger Kirche einen engen Bezug zum Glauben. In der Vorweihnachtszeit stehen lediglich die Figuren von Maria und Josef in seiner großen Krippe, „als Hinweis auf die Herbergssuche“, so Müller. Zum Weihnachtsfest dann dürfen sich auch die anderen Figuren dazugesellen. Ab dem 23. Dezember steht im Garten das Friedenslicht, an dem jeder Besucher seine eigene mitgebrachte Laterne entzünden, mitnehmen und so das Licht weitertragen kann.

Auch das Haus von Familie Welcing in der Rödentaler Richard-Wagner-Straße verbreitet bereits Weihnachtsstimmung. „Mein Mann kommt aus den USA, das Schmücken mit vielen Lichtern zu Weihnachten ist für ihn ein Stück Heimat“, sagt Cornelia Welcing. Mindestens drei Wochenenden lang ist das Paar gemeinsam mit den inzwischen erwachsenen Kindern mit dem Aufbau beschäftigt, unzählige Girlanden und Figuren wollen installiert werden. Damit sich die ganze Arbeit auch wirklich lohnt, wird vorher in der Garage jedes einzelne Teil ausgebreitet und auf seine Funktion geprüft. Dabei wird nicht alles aus dem Fundus aufgebaut, sondern immer mal wieder etwas ausgetauscht. Im vergangenen Jahr kam zum Beispiel eine Weihnachtseisenbahn dazu, ein Highlight ist auch der große Schneemann mit Weihnachtsmann im Bauch.

Angesichts der Energiekrise hat auch Familie Welcing gut überlegt, ob sie in diesem Jahr ihre Weihnachtshaus-Tradition fortführt. „Wir alle haben in den vergangenen Monaten so viel Negatives erlebt, die Lichter gehören an Weihnachten doch einfach dazu, da verzichten wir notfalls lieber auf etwas anderes“, erklärt Cornelia Welcing. Wichtig ist der Familie, auch anderen Menschen mit ihrer Dekoration eine Freude zu bereiten. Täglich von etwa 17 bis 22 Uhr schaltet sie die Beleuchtung ein, außer am 24. und 25. Dezember, wo die Lichter durchgängig leuchten.

Weihnachtshäuser gesucht

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