Weihnachtsspende Coburger Fichte auf dem Weg in die Partnerstadt

Nach dem Baum für Windsor, nun einen für Oudenaarde: Eine Fichte aus der Seidmannsdorfer Straße geht auf große Fahrt.

Coburg - Mit Baumspenden kennt man sich in Coburg aus. Der Weihnachtsbaum für die Queen brachte der Stadt 2016 jede Menge überregionale Aufmerksamkeit ein. Mit großem Tamtam und noch mehr politischer Prominenz wurde damals eine Nordmanntanne aus dem Callenberger Forst nach Windsor Castle transportiert. Heuer – beim Baum für die belgische Partnerstadt Oudenaarde – war es weitaus ruhiger. Dabei hat die serbische Fichte, die am Freitagnachmittag in der Seidmannsdorfer Straße gefällt wurde, problemlos Potenzial für einen großen Auftritt. Auf gut 18 Meter Höhe brachte sie es noch im Garten stehend. Fällung und Transport auf den Lkw waren daher kein leichtes Unterfangen – galt es doch, die Fichte aus dem Garten hinter dem Haus vorbei am Nachbargebäude auf den Transporter zu bekommen. Und das alles unter den Augen der Besitzer: Familie Dupont hatte sich nicht das erste Mal beworben, den Coburger Weihnachtsbaum zu spenden. In diesem Jahr hatte es dann aber geklappt – allerdings nicht für den heimischen Markt, sondern eben für Belgien. Und nun, wo er wegkam, verfolgte man das Geschehen mit „gemischten Gefühlen“, wie es hieß. Aller Wehmut zum Trotz: „Die Vernunft hat gesiegt“, so das Credo der Familie

Vom Garten ging es für die Fichte per Kran auf den Transporter – eine aufwendigere Aktion als angenommen. „Nach einigen Anstrengungen ist es dann doch gelungen, den Baum so zu verpacken, dass er die Fahrt bis nach Oudenaarde heil überstehen wird“, so Michael Selzer von Coburg Marketing nach der stundenlangen Verladeaktion. Auf dem Lkw geparkt, tritt der Baum am Montag die neunstündige Reise nach Belgien an. „In Oudenaarde wird er am Dienstagmorgen auf dem Marktplatz aufgestellt“, so Selzer. Die Spende soll der inoffizielle Auftakt ins Jubiläumsjahr sein: Coburg und Oudenaarde feiern im kommenden Jahr 50 Jahre Partnerschaft.

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