Weißenbrunn Der „Baumeister“ sagt Ade

Heike Schülein

Bei einem Gottesdienst ist Pfarrer Christoph Teille verabschiedet worden. Achteinhalb Jahre wirkte er in Weißenbrunn und Hummendorf.

Mit großem Bedauern verabschiedeten die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Weißenbrunn und Hummendorf Pfarrer Christoph Teille (Mitte), seine Ehefrau Annette Teille und Sohn Simon. Foto: /Heike Schülein

Weißenbrunn - „Es ist fast so, als ob die ehrwürdige Trinitatis-Kirche ihr Recht einfordert“, meinte Dekan Markus Müller, als der für Pfingsten geplante Abschiedsgottesdienst nun eine Woche später, am Trinitatis-Sonntag, in der Weißenbrunner Pfarrkirche stattfand. Der scheidende Pfarrer Christoph Teille stellte in seiner Predigt dann auch das Wunder der Ausgießung des Heiligen Geistes in den Vordergrund. „Danke für achteinhalb gesegnete Jahre“, sagte er. Angesichts der vielen Baumaßnahmen werde er insbesondere wohl als „Baumeister“ in Erinnerung bleiben. Er gehe mit vielen Erinnerungen an schöne Begegnungen und Kirchweihfeste. „Der Pfarrer wechselt die Stelle. Die Gegenwart Christi bleibt“, resümierte Teille, der mit seiner Familie nach Alfershausen-Heideck in Mittelfranken wechselt.

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Die kirchlich vorgesehene Entpflichtung vom Amt in Weißenbrunn und Hummendorf nahm Dekan Markus Müller vor, der den scheidenden Pfarrer sowie dessen Ehefrau, Jugenddiakonin Annette Teille, und Sohn Simon segnete. Der gebürtige Hannoveraner Christoph Teille habe in seinem Leben schon weite Wege zurückgelegt, sagte Müller – sei er doch in den USA ordiniert worden und habe dort lange gewirkt, bevor er 2012 ins Bierdorf gekommen sei. Hier leitete er unter anderem den Diakonieverein, den Dekanatsausschuss, das evangelische Bildungswerk und wirkte als Missionsbeauftragter im Dekanatsbezirk.

„Ihr werdet fehlen“, seufzte die Vertrauenspfarrerin des Pfarrkapitels, Alina Ellgring. Gleichwohl verstehe man die Beweggründe, lasse sich doch die neue Pfarrstelle in Mittelfranken besser mit der familiären Situation – Annette Teille stammt aus dem Nürnberger Land – vereinbaren. Die Kirchenmitglieder seien durch sein Wirken reich beschenkt worden.

„Kirchengemeinde und politische Gemeinde gehören zusammen“, betonte Bürgermeister Jörg Neubauer. Beides eine die Arbeit mit und für die Bürger. Mit gemischten Gefühlen verabschiedeten die Vertrauensfrauen Carolin Zipfel-Kempf und Elke Kastner die Pfarrfamilie. So sehr man sich für sie freue, in die Nähe ihrer Familie ziehen zu dürfen, bedauere man den Weggang. „Wir dachten, Sie könnten bis zur Rente bleiben“, so die beiden Frauen.

Die Glückwünsche der katholischen Kirche übermittelte Pfarrer Thomas Teuchgräber.