Fragt man den Pressesprecher der Coburger Tafel danach, wie es dem Verein und seinen ehrenamtlichen Helfern derzeit geht, dann sagt Jürgen Kroos: „Wir haben im Moment einen normalen Betrieb und versorgen die Menschen, die bei uns als Mitglieder gemeldet sind. Das geht zufriedenstellend, aber nicht optimal.“ Der Grund dafür liegt zum einen an einer abnehmenden Versorgung durch die Supermärkte, die aussortierte Lebensmittel, die nicht mehr in den regulären Verkauf gehen können, an die Tafel abgeben. „Das gibt es saisonal bedingt immer wieder, zum Beispiel im Sommer bei Gemüse, wenn die Verderblichkeit der Produkte wesentlich schneller eintritt als etwa im Winter“, erläutert Kroos. Allerdings habe auch generell die Spendenbereitschaft der Discounter in Stadt und Landkreis Coburg nachgelassen. „Das kann man ja selbst sehen, wenn man einkauft – es gibt zahlreiche Sonderpostentische mit Produkten zum halben Preis. Dort lagern die Lebensmittel, die früher an die Tafel gingen“, erläutert der Pressesprecher. Jetzt aber werde versucht, diese Waren zu reduzierten Preisen doch noch an den Kunden zu bringen. „Das ist eine rein betriebswirtschaftliche Entscheidung der Supermärkte“, räumt Kroos ein.
Weniger Spenden „Mangelversorgung“ bei Coburger Tafel
Stefanie Nickmann 26.07.2023 - 15:23 Uhr