Jahr für Jahr am 23. Dezember, wenn andernorts Lichterketten flackern und der Duft von Plätzchen durch warme Stuben zieht, liegt über Gethles eine andere Spannung. Eine, die förmlich knistert. Die man nicht sieht, aber spürt. Es ist die Stunde, in der das Dorf den Atem anhält. Dann, wenn aus der „Höll“, dem alten Hohlweg am Rand des Ortes, etwas heraufzieht, das größer ist als jeder Mensch – und älter als viele Geschichten.