Wieder international Medi Bayreuth spielt Qualifikation für Europe Cup

Freut sich auf den Europe Cup: Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth ist in der kommenden Saison wieder in einem internationalen Wettbewerb vertreten. Laut Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil will der Klub im Europe Cup dort anknüpfen, wo er aufgehört hat.

Basketball - Nach einer Saison ohne internationalen Wettbewerb kehrt Medi Bayreuth auf das europäische Parkett zurück. Wie der Weltverband Fiba gestern bekannt gab, zählt der Bundesligist nach zwei Spielzeiten in der Champions League und dem Erreichen des Halbfinales in der dann wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Europe-Cup-Saison 2019/20 in der kommenden Saison erneut zum Teilnehmerfeld für den Europe Cup. Das Team von Trainer Raoul Korner muss sich in einem der vier Qualifikationsturniere seinen Startplatz in der regulären Saison des Wettbewerbs jedoch noch erspielen.

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„Es freut mich wirklich sehr, dass wir wieder die Chance erhalten haben, Medi Bayreuth und die Stadt Bayreuth in der kommenden Saison auch auf internationalem Parkett zu vertreten“, wird Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil in der Vereinsmitteilung zitiert. „Wir wollen jetzt genau da weitermachen, wo wir quasi aufhören mussten.“ Dabei sei er fest davon überzeugt, dass „wir die Qualifikationsrunde mit unserer neuen Mannschaft erfolgreich gestalten werden“.

14 Teams gesetzt

Neben den gesetzten Teams Giants Antwerpen (BEL), BC Rilski Sportist (BUL), Casademont Saragossa (ESP), Merlins Crailsheim (GER), Ionikos BC (GRE), Szolnoki Olajbanjasz (HUN), Hapoel Gilboa Galil (ISR), Pallacanestro Reggiana (ITA), Heroes Den Bosch (NED), Legia Warschau (POL), CSM Oradea (ROU), Avtodor Saratov (RUS), Bahcesehir Istanbul (TUR) und BC Kiew (UKR) werden weitere 14 Mannschaften, die die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League verpassen, zum Starterfeld des Wettbewerbs zählen.

Zu diesen 28 Teams kommen die Sieger der vier Qualifikationsturniere. Die Mannschaften aus den Töpfen vier und fünf starten mit dem Viertelfinale, alle anderen Teams steigen im Halbfinale ein. Die drei Runden sind für den 28. und 29. September sowie den 1. Oktober terminiert, die Austragungsorte stehen noch nicht fest.

Die Teilnehmer an der Qualifikation

Topf 1: Ironi Ness Ziona (ISR), Donar Groningen (NED), Medi Bayreuth (GER), BC Dnipro (UKR); Topf 2: Benfica Lissabon (POR), Iraklis BC (GRE), Keravnos (CYP), Enisey Krasnojarsk (RUS); Topf 3: FC Porto (POR), Hapoel Haifa (ISR), CSO Voluntari (ROU), Akademik Plovdiv (BUL); Topf 4: SZTE-Szedeak (HUN), Trefl Sopot (POL), Swans Gmunden (AUT), Parnu Sadam (EST); Topf 5: GGMT Vienna (AUT), KK Kumanovo (MKD), TFT Skopje (MKD).

BBL-Start und -Ende in Hessen

Medi Bayreuth könnte in der am 23. oder 24. September mit dem Eröffnungsspiel zwischen Alba Berlin und den Baskets Bonn beginnenden neuen Bundesligasaison nach drei Spieltagen als Tabellenführer grüßen. Der gestern von der BBL veröffentlichte vorläufige Spielplan sieht für die Mannschaft von Trainer Raoul Korner nämlich kein Programm vor, das man als Hammerauftakt bezeichnen würde.

Demnach starten die Bayreuther am Sonntag, 26. September, bei den Gießen 46ers, die als zweiter sportlicher Absteiger der vergangenen Saison neben Rasta Vechta nur deshalb in der Liga bleiben durften, weil die Giants Leverkusen als ProA-Finalist keine Lizenz beantragt hatten und die Hessen daraufhin eine Wildcard erhielten. Dabei trifft das Medi-Team, das in der vergangenen Saison überraschend beide Vergleiche verlor (99:110 und 92:97), auf einen fast runderneuerten Gegner. Einzige verbliebene Akteure bei den Gießenern sind John Bryant, Bjarne Kraushaar und Tim Uhlemann.

Erstes Heimspiel gegen Göttingen

Nur drei Tage später folgt schon der erste Heimauftritt in der Oberfrankenhalle gegen die BG Göttingen. Die Niedersachsen erreichten in der vergangenen Saison zwar das Top Four um den BBL-Pokal, schlossen die Liga aber nur als Tabellenzwölfter ab. Anschließend mussten sie den Verlust ihrer Topspieler Tai Odiase, Rihards Lomasz und Luke Nelson hinnehmen. Ebenso schlagbar scheinen die Niners Chemnitz (14. der Vorsaison), die dann am Samstag, 9. Oktober, Gastgeber für die Bayreuther sind. Dabei kommt es für den neuen Medi-Guard Marcus Thornton zum Wiedersehen mit seinem letztjährigen Klub um die ehemaligen Bayreuther Malte Ziegenhagen und Trainer Rodrigo Pastore.

Derbys am 4. Dezember und 26. März

Der erste dicke Brocken wartet auf Neuzugang Terry Allen und Co eine Woche später bei dessen Ex-Verein Hamburg Towers, der sich mit dem ehemaligen Bayreuther Lukas Meisner verstärkt hat. Mit den Merlins Crailsheim kommt dann ein weiterer Playoff-Teilnehmer nach Bayreuth, ehe am Sonntag, 31. Oktober, Pokalsieger Bayern München seine Visitenkarte in der Oberfrankenhalle abgibt. Die Derbys gegen Brose Bamberg steigen am 4. Dezember (auswärts) und 26. März, Meister Alba Berlin ist am 27. Dezember zu Gast. Die Hauptrunde endet für die Bayreuther am 1. Mai mit einem Auswärtsspiel bei den Frankfurt Skyliners. Playoff-Beginn ist am 6. Mai.

Jedoch teilte die BBL gleich mit, dass es durch die Teilnahme von sieben Klubs an europäischen Wettbewerben noch zu Spielverlegungen kommen werde.

 

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