Schon vor rund sieben Jahren stand der Bau von vier Windrädern mit weit über 200 Metern Gesamthöhe am Tonberg im Raum, verfolgt wurde das Vorhaben damals von der GUT, der Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte. Gegen das Vorhaben gab es auf Seiten der Kirchlauterer vehementen Widerstand. Ein Knackpunkt: Legt man die 10-H-Regelung (Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung) zugrunde, dürfte Ebern ausreichende Distanz von den geplanten vier Windrädern haben, Kirchlauter jedoch nicht. Die Kirchlauterer, die eigens eine Bürgerinitiative „Pro Natur Tonberg“ gegründet hatten, befürchteten eine „Verschandelung der Landschaft“ im Naturpark Haßberge und eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Allerdings: Der Tonberg liegt im Bürgerwald und gehört damit zum Eberner Stadtgebiet. Als sich das daher zuständige Eberner Stadtratsgremium im Juni 2016 mit 14:6 Stimmen dafür aussprach, an dem Projekt festzuhalten, wurde die Sitzung von Protestaktionen Kirchlauterer Demonstranten rund um das Alte Rathaus begleitet.