Selb - Es war der letzte Besuch von Volker Böhm bei Rosenthal in seiner Eigenschaft als Insolvenzverwalter: Mit dem Scheck, den er am gestrigen Dienstag von Sambonet-Paderno-Chef Pierluigi Coppo in Empfang nahm, ist die Übernahme des fränkischen Porzellan-Flagg-schiffs durch den piemontesischen Besteck-Spezialisten abgeschlossen. Knapp dreieinhalb Jahre nach der Pleite der Rosenthal AG im Januar 2009 ist das umstrukturierte Unternehmen nun "wieder ein Aushängeschild der europäischen Porzellanindustrie", wie es der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil, FDP, formulierte, der ebenfalls zur feierlichen Begleichung der letzten Kaufpreis-Rate nach Selb gekommen war. "In einem gemeinsamen Kraftakt aller Beteiligten konnte das weltbekannte Unternehmen Rosenthal gerettet werden. Die Modernisierung der Anlagen gepaart mit der berühmten anspruchsvollen Handwerkskunst und innovativem Design macht sich nun bezahlt", freute sich Zeil. Die neuen Chefs aus Italien hätten sich als verlässliche Partner erwiesen. Zu Pierluigi Coppo gewandt, sagte der Minister: "Sie sind jetzt einer von uns. Sie sind ein oberfränkischer Unternehmer."