Oberfranken - Die Wirtschaft in Bayern und gerade in Oberfranken warnt angesichts der hohen Stromkosten vor Standortnachteilen für die Unternehmen. Die Umlage, die den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern soll, steigt im nächsten Jahr - wie berichtet - von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. "Wir sehen das mit Sorge", klagt der Unternehmer und Präsident des Verbands der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie (VTB), Dr. Christian Heinrich Sandler, im Gespräch mit unserer Zeitung. Im industriestarken Oberfranken gebe es zahlreiche energieintensive Firmen, die nicht von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) befreit seien. Aktuell fehle der Wirtschaft Planungssicherheit. "Wir brauchen eine Strompreisbremse", fordert Sandler, Chef des gleichnamigen Vliesstoffherstellers in Schwarzenbach an der Saale (Landkreis Hof). Sonst drohten deutsche Industriebetriebe im immer schärferen internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten. Etwa in den USA sei Strom deutlich günstiger.
Wirtschaft Ein Fonds soll die Kosten bremsen
Von Matthias Will 17.10.2016 - 00:00 Uhr