Wohlbach Wohlbacher kämpfen verbissen, aber vergebens

Der TTC muss in der 3. Tischtennis-Bundesliga gegen Wösbach eine 2:6- Niederlage hinnehmen. Mehrere Duelle sind extrem eng.

Zeigte sich von seiner besten Seite, musste aber neben einem Sieg auch eine Niederlage quittieren: Grozdan Grozdanov. Foto: Hubert Becker

Wohlbach - Eine starke kämpferische Leistung boten die Tischtennis-Herren des TTC Wohlbach in der 3. Bundesliga Süd gegen den Tabellenzweiten aus Wöschbach. Sie lieferten dem Kontrahenten aus der Karlsruher Ecke ein Spiel auf sehr hohem Niveau. Es hing oft nur an einem Punkt, der in den einzelnen Spielen ausschlaggebend war. Doch am Ende entführten die Gäste mit einem 6:2-Erfolg die Punkte.

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TTC Wohlbach - TTC Wöschbach 2:6. Die Gäste waren gut beraten, mit ihrer besten Aufstellung in Wohlbach anzutreten. Dass das Glück in diesem Match nicht den Hausherren zugewandt war, zeigte sich schon im der ersten Spiel. Mahmoud Helmy führte im zweiten Satz gegen Guilherme Teodoro mit 8:4, doch er bekam den Sack nicht zu. Auch den dritten Satz verlor er äußerst knapp mit 10:12. Dabei zeigten beide Akteure großartiges Tischtennis. Extrem lange Ballwechsel mit Vorhand- und Rückhandspins weit hinter der Platte.

Gleiches Bild bei Grozdan Grozdanov gegen den früheren Profi Jan Zibrat. Mit großem Einsatz gewann der Wohlbacher Routinier den ersten Satz und hatte im dritten Satz bei 10:8 die Chance, mit 2:1 in Führung zu gehen. Es sollte nicht sein. Er verlor mit 11:13 und dann den vierten Satz mit 8. Beide Spiele hätten auch andersherum ausgehen können.

Patrick Forkel gewann dann gegen Kenan Hrnic den ersten Satz zu glatt und war im zweiten und dritten Satz zu passiv. Ab dem Vierten nahm er das Heft wieder in die Hand und gewann verdient. Auch Marc Seidler gab gegen den Spanier Aleksa Gacev alles. Er konnte allerdings nur den zweiten Satz mit 11:13 ganz knapphalten. Zur Pause stand es 3:1 für die Gäste.

Wenn Wohlbach noch etwas reißen wollte, mussten im vorderen Paarkreuz zwei Punkte kommen. Das hätte fast geklappt. Nach 1:1 und 9:7-Führung schaffte es Mahmoud Helmy gegen Jan Zibrat jedoch nicht, in Führung zu gehen und er resignierte dann im vierten Satz. Dafür zeigte sich Grozdan Grozdanov von seiner allerbesten Seite. Guilherme Teodoro spielt zwar extrem schnell, aber der Wohlbacher war immer noch einen Tick schneller und gewann mit 3:1.

Damit stand es 2:4. Zwei Punkte hinten hätte noch eine Punkteteilung bringen können. Patrick Forkel lag gegen Aleksa Gacev 0:2 hinten, gewann den dritten Satz und führte im vierten 10:8 und 11:10. Es war wie verhext. Forkel schaffte es nicht auszugleichen und musste die bittere Niederlage einstecken. Auch Marc Seidler führte gegen Hirnic 1:0 und lag 10:8 im zweiten Satz vorne. Doch auch er hatte kein Glück und verlor die nächsten beiden Sätze wieder ganz knapp mit 9:11.

Tolle Moral

Unterm Strich zeigten die Wohlbacher Herren durch die Bank eine tolle Moral und eine starke Leistung und hätten ein 4:4 durchaus verdient gehabt. hb

Die Spiele im Einzelnen: Helmy - Theodoro 7:11, 9:11, 10:12; Grozdanov - Zibrat 11:8, 4:11, 11:13, 8:11; Forkel - Hrnic 11:6, 6:11, 9:11, 11:4, 11:5; Seidler - Gacev 1:11, 11:13, 3:11; Helmy - Zibrat 8:11, 11:8, 9:11, 4:11; Grozdanov - Theodoro 5:11, 14:12, 11:5, 11:7; Forkel - Gacev 7:11, 9:11, 11:8, 11:13; Seidler - Hrnic 11:6, 10:12, 9:11, 9:11.