Wohnmobilstellplatz in Rödental In den Sommerferien sollen sie einrollen

Auf einer Fläche von etwa 6000 Quadratmetern sollen ab dem Sommer 36 Wohnmobile Platz finden. Foto: Frank Wunderatsch

Zwischen Itz und Wohlsbach entsteht in Rödental ein neuer Stellplatz für Wohnmobilisten. Das Projekt ist kostspielig – der Anfang nun aber gemacht.

Rödental - In den Sommerferien sollen die ersten Gäste einrollen mit ihren tonnenschweren Untersätzen, hier ins Areal zwischen Itz und Wohlsbach, Festplatz und Spatzl & Spezl. Am Dienstagvormittag hat Bürgermeister Marco Steiner beim obligatorischen Spatenstich den offiziellen Startschuss gegeben für den neuen Wohnmobilstellplatz am Rosenauer Weg in Rödental. „Dass es nun wirklich losgehen kann, freut mich sehr, sehr“, sagte der 45-Jährige durch eine graue FFP-2-Maske.

Auf einer Fläche von etwa 6000 Quadratmetern, das von der Kommune zu diesem Zweck erworbene Grundstück fällt circa doppelt so groß aus, werden in den nächsten Monaten 36 Stellplätze entstehen, geeignet auch für „große Fahrzeuge“, so Steiner. Er betonte sein Anliegen, das Areal dabei „möglichst grün und natürlich zu belassen.“ Beispielsweise indem der Raum hin zur Itz nicht vollends ausgereizt werde. Die Bauarbeiten übernimmt die ortsansässige Firma Stammberger.

Das Projekt ist grob überschlagen eine Viertel Million Euro schwer – eine „Hausnummer“ für seine Stadt, wie der Bürgermeister einräumte. Immerhin steuert die sogenannte Aktionsgruppe LEADER-Region Coburger Land etwa 85000 Euro dazu bei, es handelt sich um Fördermittel der Europäischen Union. Ein Tag auf dem Stellplatz soll übrigens zehn Euro kosten.

„Zukunftsthema im Tourismus“

„Uns begleitet das Thema schon die letzten Jahre“, so Marco Steiner, im Schatten eines großen, orange lackierten Baggers stehend. „Wir haben mitgekriegt: die Nachfrage ist da. Jetzt mit Corona sogar noch mal mehr.“ In seinen Augen könnte insbesondere die Lage direkt an der Autobahn, Rödental interessant machen für Wohnmobilisten aus dem In- wie Ausland.

„Das ist auf jeden Fall das richtige Pferd, auf das hier gesetzt wird“, befand Tobias Gruber, der dem Spatenstich für die LEADER-Region Coburger Land beiwohnte. Er sprach von einem „Zukunftsthema im Tourismus“, davon, eine „Wohnmobillandschaft Coburg-Rennsteig“ entstehen zu lassen. Der neue Stellplatz sei eine gute Sache für die Region, „ich hoffe, er wird ein Magnet. Toi, toi, toi!“

Es habe ihn nicht nur überrascht, sondern fasziniert, bestätigte Marco Steiner, „dass uns niemand als Konkurrenz sieht, sondern gesagt wird: Gut, dass es hier bald noch mehr Stellplätze gibt“. Der 45-Jährige hoffe nun auf eine „schnelle Fertigstellung“ des Projekts in der Rosenau. Mitte des Jahres dürfte damit zu rechnen sein – wobei: „Das ist so eine Sache mit dem fertig werden“, meinte der Bürgermeister, „so ein Stellplatz muss sich ja immer weiterentwickeln, ganz fertig ist der eigentlich nie.“ Und denkbar sei vieles.

Aber eins nach dem anderen, sollen doch noch in den Sommerferien die ersten Gäste einrollen mit ihren tonnenschweren Untersätzen.

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