Zwar sorgte der Pokalsieger-Trainer von 2015 für Stabilität, insgesamt agierte Hecking aber schon im Saisonendspurt zu vorsichtig. Auch am Montagabend reagierte er viel zu spät. Anstatt mit der Einwechslung eines frischen Stürmers für mehr Entlastung zu sorgen, wechselte er erst neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zum ersten Mal. Der schnelle Mohammed Amoura kam sogar erst in der zweiten Halbzeit der Verlängerung.
Wie es nun mit Hecking weitergeht, ist ungewiss. "Wir werden sicherlich die nächsten ein, zwei Tage zusammenkommen, um erst einmal die zehn Wochen zu analysieren, die ich verantwortlich war", sagte Hecking. "Ich muss das auch erst einmal sacken lassen." Grundsätzlich habe er weiter Lust, als Trainer zu arbeiten. Auch ein Wechsel in die Position des Geschäftsführers steht im Raum. Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass es für Hecking beim VfL nicht weitergeht.
Die Mannschaft
Die Spieler tragen neben Christiansen und dem ebenfalls im Laufe der Saison freigestellten Sportdirektor Sebastian Schindzielorz die Hauptverantwortung für den Abstieg. Vielen Profis schien das Schicksal des VfL lange Zeit weitgehend egal zu sein. Das Gesicht des Teams wird sich daher grundlegend ändern. In Elvis Rexhbecaj steht ein Neuzugang bereits fest, viele weitere werden folgen.
Das Kapitel Christian Eriksen wird wie so viele nach dem Abstieg enden. Jonas Wind, Kamil Grabara, Lovro Majer, Konstantinos Koulierakis, Denis Vavro - sie alle werden wohl zu einem anderen Verein weiterziehen. Nach Informationen der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" wurden am Dienstag in Wind, Kevin Paredes (Verträge laufen aus), Adam Daghim, Jesper Lindström, Jenson Seelt und Jeanuel Belocian (alles Leihspieler) bereits sechs Profis verabschiedet.