Dabei nahmen die Hufschmiede weite Fahrstrecken auf sich, denn sie kamen selbst aus dem hohen Norden von Bremen oder sogar der Insel Fehmarn, aus Städten wie Düsseldorf oder München, aus Hessen, aber auch von den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Thüringen. „Hier bei mir bekommen sie eben alles, was ein Hufschmied braucht, vom Hufnagel bis zum Amboss und niemand kann sich vorstellen, dass das Angebot für die Pferde 5000 Artikel umfasst,“ meint Sven Bräutigam. „Wichtig ist aber auch, dass die Hufschmiede immer auf eine gute Fortbildung bedacht sind, damit sie das Beste für das Schuhwerk der Pferde tun können und dabei auch bewährte Arbeitsweisen, aber auch neue Methoden, Erfahrungen und Werkzeuge einsetzen können.“ In diesem Zusammenhang wies Sven Bräutigam darauf hin, dass Hufschmiede sehr gesucht seien und es, wie in den anderen Handwerksberufen, Nachwuchs dringend gesucht sei. „Auch bei uns gibt es viele Freizeitpferde, es gibt aber nur wenige Hufschmiede und die schaffen es nicht, den Bedarf abzudecken.“