Zahlen fürs erste Quartal KSB startet durchwachsen ins neue Jahr

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Zuletzt ist der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB von einem Rekordjahr zum anderen geeilt. Doch das laufende Geschäftsjahr ist etwas zäh angelaufen.

Der KSB-Konzern – hier ein Foto aus der Gießerei in Pegnitz – war im ersten Quartal nach mehreren Rekordjahren etwas verhaltener unterwegs. Foto: Robert Kwiatek/KSB

Immerhin, der Blick in die Zukunft sieht trotz aller Herausforderungen durch die zunehmenden Krisen in der Welt grundsätzlich gar nicht schlecht aus. Denn neben einem nur kleinen Plus beim Umsatz und sogar einem deutlichen Rückgang beim operativen Gewinn (EBIT) legte der Auftragseingang bei KSB im ersten Quartal 2026 im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 15,2 Prozent auf 1,012 Milliarden zu.

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Großauftrag aus Osteuropa

Verantwortlich dafür ist allerdings einzig und allein ein Großauftrag für ein Kraftwerk in Osteuropa, meldet der weltweit tätige Konzern mit Stammsitz im pfälzischen Frankenthal und einem großen Werk mit rund 1600 Beschäftigten in Pegnitz in seiner Quartalsmitteilung.

Noch deutlicher wird das beim Blick auf die einzelnen Unternehmens-Segmente. So verzeichnet der Bereich Pumpen aus genannten Gründen einen um 31 Prozent auf 633 Millionen Euro gestiegenen Auftragseingang, während dieser bei den Armaturen lediglich um 0,2 Prozent auf 112 Millionen Euro zulegte. Im Segment KSB SupremeServ, in dem KSB das Geschäft mit Ersatzteilen und Servicedienstleistungen bündelt, gab es sogar einen Rückgang um 5,6 Prozent auf 268 Millionen Euro.

Umsatz minimal im Plus

Beim Umsatz machen sich mittlerweile die weltweiten Unsicherheiten bemerkbar. So stiegen die Erlöse um nur 0,4 Prozent auf 712 Millionen Euro. Einem Anstieg von 16,4 Prozent auf 390 Millionen Euro im Segment Pumpen steht ein Minus von 5,9 Prozent auf 97 Millionen Euro bei den Armaturen gegenüber. SupremeServ schließlich verlor 3,2 Prozent auf 225 Millionen Euro, was aber laut KSB ausschließlich an negativen Währungseffekten gelegen habe.

Der operative Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) lag im ersten Quartal bei 39,8 Millionen Euro und damit gut 12,5 Prozent unter Vorjahr (45,5 Millionen Euro). Dabei belasteten erneut die Kosten für die laufende Einführung eines neuen konzernweiten Computersystems, und zwar mit 6,4 Millionen Euro.

Schwierige Rahmenbedingungen

Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung, ordnet die Zahlen so ein: „Die aus 2025 bekannten Rahmenbedingungen einer schwachen Weltkonjunktur werden nunmehr durch den Iran-Krieg und seine vielfältigen Einflüsse auf die globale Wirtschaft erweitert.“ Darauf reagiere man mit den bekannten Stärken von KSB, sodass er zuversichtlich sei, das aktuelle Jahr „im Rahmen der Prognose“ zu meistern.

Die war allerdings bei der Bilanz-Vorstellung für 2025 im März ziemlich vorsichtig ausgefallen. So beträgt die Umsatzprognose 2,9 bis 3,2 Milliarden Euro, die für den Auftragseingang 3,1 bis 3,5 Milliarden Euro und die für den operativen Gewinn 220 bis 265 Milliarden Euro. 2025 hatte KSB mit seinen insgesamt rund 16.800 Mitarbeitern erstmals mehr als drei Milliarden Euro Umsatz gemacht und ein EBIT von 252,1 Millionen Euro erreicht.