Das Feuer hatte seinen Ausgangspunkt im Erdgeschoss, berichtet Tobias Hetterich. Von dort aus fraßen sich die Flammen eine Holztreppe im Hausflur hinauf bis sie schließlich in der obersten Wohnung und im Dachgebälk reichlich Nahrung fanden.
Die Wohnung im ersten Obergeschoss war eigentlich vom Feuer selbst nicht weiter betroffen, so der Kommandant, aber natürlich gab es auch hier massive Rauchschäden und Wassereinbruch durch die Löscharbeiten. Ausgestattet mit 28 Pressluftatmern, 40 Lungenautomaten und 43 Vollmasken arbeiteten die verschiedenen Feuerwehren Hand in Hand, lobte der Einsatzleiter.
Noch in der Nacht wurden erste leere Atemschutzflaschen zum Atemschutzzentrum nach Knetzgau gefahren, die dort gewartet und wieder befüllt wurden. Eine Besonderheit gab es bei der Zeiler Feuerwehr: „Wir hatten drei blutjunge Feuerwehrleute dabei, die ihren ersten Brandeinsatz absolviert haben.“ Weiter führt Hetterich aus, dass die drei Feuerwehrler auf verschiedene Fahrzeuge verteilt wurden, um mit erfahrenen Kameraden zusammenarbeiten zu können: „Das haben unsere neuen Feuerwehrleute richtig, richtig Klasse gemacht und sie waren im Nachhinein auch begeistert von der Mannschaft, die kollegial zusammengearbeitet und eine prima Leistung vollbracht hat“.
Einer, der zwar nicht seinen allerersten Einsatz hatte, aber erst seit drei Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Ebelsbach ist, war Max Benkert. Für den 19-Jährigen war der Zeiler Brand sein erster Ernstfall, bei dem er als Atemschutzträger im Korb der Drehleiter in zwölf Metern über dem Brandgeschehen schwebte. Auf der Anfahrt in die Fachwerkstadt wusste Max Benkert noch überhaupt nicht, was auf ihn zukommen wird, denn die Ebelsbacher Wehr wurde nur mit dem Stichwort „Unterstützung bei Wohnhausbrand“ nachalarmiert. Vor Ort zeigte sich das ganze Ausmaß und schnell stand fest, dass auch Max Benkert in den Drehleiter-Korb beordert wurde. Als erfahrener Kamerad gab ihm Dominik Mauer letzte Tipps, bevor es in die Höhe ging. „Ich habe einfach alles außenrum ausgeblendet und mich voll auf meine Arbeit konzentriert“, sagte Max Benkert am Tag nach dem Großeinsatz. Hilfreich für den Wirtschaftsinformatiker war der direkte Kontakt zum Drehleiter-Maschinisten Andreas Hoch. Mit Lautsprecher und Mikrofon im Korb konnten so vom Boden aus Hinweise gegeben und das weitere Vorgehen am Dach besprochen werden. Nach rund 30 Minuten war dann die Atemluft in Benkerts Flasche verbraucht, die er auf dem Rücken trug. Fortan half er dann seinen Feuerwehrkameraden am Boden. Um diese Erfahrung reicher resümiert Max Benkert: „Ich bin begeisterter Feuerwehrler und setze mich gerne zum Wohl der Allgemeinheit ein. Nie würde ich zögern, im Notfall jemanden zu helfen“.
Wer noch helfen möchte, kann gerne eine Spende auf das Konto mit der IBAN DE25793501010009354622 bei der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge überweisen. Kontoinhaber Thomas Weinhold verspricht die gerechte Weitergabe der Gelder ohne Abzug an die drei Familien. Als Verwendungszweck ist „Spende für die Brandopfer“ anzugeben. Spendenquittungen können jedoch leider nicht ausgestellt werden.
Sachspenden werden nach Vereinbarung im Fitnessstudio „Mainfitness“ in der Telefunkenstraße 12 in Zeil angenommen. Eine vorherige Kontaktaufnahme mit Janina Weinhold unter Telefon 01511/5453763 ist sinnvoll. lich