Ein „ungeschriebenes Gesetz“
Wie Herrmann und Wagner betonen, sei es bis jetzt immer ungeschriebenes Gesetz und Übung gewesen, in der Weihnachtssitzung des Gemeinderats keine politischen Aussagen zu treffen. „Die Aussage des Ersten Bürgermeisters, für Gespräche und Kritik sei er immer offen, funktioniert in meinem Falle als Altbürgermeister leider nicht. Ich habe meine Meinung, die immer das Wohle der Gesamtgemeinde im Sinn hatte und die in der Vergangenheit teilweise vom Ersten Bürgermeister ausdrücklich eingefordert wurde, immer offen und diskussionsbereit kommuniziert“, so Herrmann. Leider werde er anschließend als Intrigant oder als ein Mensch, der üble Nachrede im Sinn habe, hingestellt. „Sinnvoller wäre es stattdessen, sich Gesprächen und sachlicher bzw. inhaltlicher Kritik zu stellen, statt von übler Nachrede und Unwahrheiten zu sprechen. Üble Nachrede ist die Behauptung einer Tatsache, die nicht erweislich wahr ist und die geeignet ist, den anderen verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen“, so der Altbürgermeister.