Zugeparkte Radstreifen in Coburg Zeigt die härtere Linie der Stadt Wirkung?

„Keine Toleranz mehr“ – die Ankündigung aus dem Juni im Kampf gegen blockierte Schutzstreifen war unmissverständlich. Eine erste kleine Bilanz.

Zugeparkte Fahrradstreifen wie hier in der Ketschendorfer Straße seien, so Stadtsprecher Louay Yassin im Juni, „kreuzgefährlich“. Foto: Frank Wunderatsch

Coburg - Genug ist genug – so lautete die gemeinsame Botschaft von Stadt und Ordnungsamt im Juni: Nach dem schweren Unfall eines 60-jährigen Pedelec-Fahrers in der Ketschendorfer Straße (er war mit voller Wucht gegen die sich öffnende Tür eines unerlaubt abgestellten Fahrzeugs geprallt) kündigten sie eine härtere Linie im Kampf gegen zugeparkte Radstreifen in Coburg an. Wortwörtlich hieß es: „Wir müssen reagieren: keine Toleranz mehr“. Zeigte dies Wirkung?

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Die nackten Zahlen: Wurden im Juli noch 59 Falschparker verwarnt im Bereich gegenüber des Klinikums, waren es im August 14 und im September 22. „Insofern gehen wir davon aus, dass beim Tatbestand ‚Parken auf Radschutzstreifen’ langsam ein Bewusstsein der Autofahrer einsetzt“, schreibt Louay Yassin auf Anfrage der Neuen Presse. Das sei, so der Stadtsprecher, „eine gute Entwicklung. Schließlich geht es hier nicht darum, Autofahrer zu ärgern, sondern um Gefahrenverhinderung.“

Derzeit sind für einen zugeparkten Radstreifen noch 20 bis 30 Euro fällig, mit dem neuen Bußgeldkatalog werden es voraussichtlich mindestens 55 Euro und bis zu 100 Euro sowie ein Punkt sein.