Zum Tod der Queen Kondolenzbuch für königliche Familie

Wolfgang Braunschmidt

Wer seinem Beileid zum Tod von Königin Elizabeth Ausdruck geben möchte, kann das im Rathaus in Coburg schriftlich tun.

Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, der Chef des Hauses Coburg, Prinz Andreas, und Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (von links) trugen sich als erste in das Kondolenzbuch zum Tod von Königin Elizabeth II. ein. Das Buch liegt im Coburger Rathaus aus, eintragen kann sich jedermann, der der königlichen Familie sein Beileid übermitteln möchte. Foto: Constantin Hirsch/Stadt Coburg

In schwarz-weiß lächelt die am Donnerstag vergangener Woche verstorbene britische Königin von einem Foto den Besuchern des Coburger Rathauses entgegen. Flankiert wird das Bild vom Union Jack, der britischen Flagge und dem Coburger Stadtwappen. Die Aufnahme steht neben dem Kondolenzbuch, in das sich alle eintragen möchten, die der königlichen Familie ihr Beileid zum Tod der Queen übermitteln möchten.

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Ihre familiären Wurzeln liegen in Coburg. Ihr Ur-Ur-Großvater Prinz Albert stammte aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, ihre Ur-Ur-Ur-Großmutter ebenfalls.

Am Montag standen bereits über 20 Trauerbotschaften im Kondolenzbuch. Darunter war Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, der das Pflichtbewusstsein Queen Elizabeths II. würdigte und im Namen der ganzen Stadt den Hinterbliebenen Kraft wünschte.

Auch der Chef des Hauses Coburg, Prinz Andreas, und Erbprinz Hubertus trugen sich in das Kondolenzbuch ein. Das Herzogliche Haus Sachsen-Coburg und Gotha teilte am Montag mit, Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha habe König Charles III., dem Sohn von Elizabeth II., und der königlichen Familie seine persönliche Beileidsbekundung zukommen lassen. Die Fahnen an den Liegenschaften der Herzoglichen Familie wurden auf halbmast gesetzt. Dies werde bis zur Trauerfeier am 19. September bleiben. „Seine Hoheit Prinz Andreas spricht der königlichen Familie und dem Volk des Vereinigten Königreichs sein tiefstes Beileid aus“, heißt es in der Mitteilung.

Das Verhältnis von Queen Elizabeth zum Coburger Herzogshaus war zunächst distanziert. Das lag in den beiden Weltkriegen begründet, als Deutschland Großbritannien angriff. 1917 nannte sich dann die englische Königsfamilie, die den Namen Sachsen-Coburg und Gotha getragen hatte, in Windsor um.

Dass sich die lange belasteten Beziehungen Coburgs zum britischen Königshaus entspannt haben, ist das Verdienst von Prinz Andreas, Chef des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. In einem Gespräch mit unserer Zeitung hatte er 2018 gesagt, „so schlecht, wie es immer dargestellt wird, ist die Verbindung nicht. Prinzessin Margret, die Schwester von Queen Elizabeth, hat uns in Coburg besucht. Die Prinzen Charles und Andrew waren hier.“ Der heutige König habe Prinz Andreas zudem im Buckingham-Palast empfangen. Die „Eiszeit“ zwischen den Häusern Coburg und Windsor sei vorbei, „unser Kontakt zur englischen Familie ist normal“.

Das Kondolenzbuch liegt zu den Öffnungszeiten des Coburger Rathauses öffentlich im ersten Stock aus. „Für uns war es selbstverständlich, den Bürgerinnen und Bürgern diese Möglichkeit des Abschiednehmens zu geben“, so Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. Die Rathaus-Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag 8.30 bis 18 Uhr, Freitag 8.30 bis 12 Uhr, Samstag: 9 bis 12 Uhr.