Zusage aus München 1,6 Millionen Euro für Schlosspark Hohenstein

Kunstminister Markus Blume kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus – so schön fand er den Park in Hohenstein. Für die Sanierung gibt’s nun viel Geld.

Kunstminister Markus Blume bei der Übergabe der Förderzusage. Ganz links im Bild Landtagsabgeordneter Martin Mittag (CSU). Foto: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Instandsetzung des Landschaftsparks von Schloss Hohenstein in Ahorn im Landkreis Coburg wird mit 1,6 Millionen Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Markus Blume in München bekannt. „Was für ein Rokoko-Juwel inmitten Frankens! Der romantische Landschaftspark von Schloss Hohenstein ist ein Kleinod unter den fränkischen Landschaftsgärten: Es ist kein Ort, den man einfach besucht; es ist ein Ort, den man entdeckt. Vom mittelalterlichen Halsgraben bis zum Monopteros – der Rokokogarten ist ein Schatzkästchen und ein einzigartiges Zeugnis historischer Gartenkunst“, so der Kunstminister bei der Übergabe der Förderzusage in München.

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Der Park Hohenstein nimmt durch den vollständigen Zustand und die gut erhaltenen Strukturen, Baulichkeiten und Pflanzungen eine Sonderstellung im schloss- und gartenreichen Coburger Land ein. Um die 1306 erstmals erwähnte Höhenburg Burg Hohenstein ließ Moritz Karl Wilhelm von Imhof im späten 18. Jahrhundert einen terrassierten Rokoko-Garten anlegen. Ab 1866 ließ Gustav von Imhoff den Rokokogarten zu einem weitläufigen Landschaftspark erweitern. Er griff die ursprüngliche Gartenstruktur des 18. Jahrhunderts auf und entwickelte sie behutsam weiter. Die besondere landschaftliche Lage wurde dabei bewusst inszeniert: Weite Fernsichten, markante Felsformationen im Wald und die umgebenden Ländereien wurden in die Gestaltung einbezogen. So entstand ein romantischer Landschaftspark, der Natur, Architektur und landwirtschaftliche Nutzung zu einem harmonischen Gesamtbild verband.

Historische Wege werden wiederhergestellt

Der Landschaftspark des Schlosses Hohenstein wird im Rahmen einer Gesamtmaßnahme umfassend instandgesetzt. Dabei werden unter anderem die Parkarchitekturen restauriert, die historischen Wege wiederhergestellt und die historischen Bepflanzungen reaktiviert.

Eigentümerin des Baudenkmals ist die Oskar-Hacker-Stiftung. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Den Bewilligungsbescheid erlässt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, mit dem die Maßnahme abgestimmt ist. Die Maßnahme wird durch das Landesamt für Denkmalpflege auch fachlich begleitet.