Zweisprachige Kita „Ascolino“ plant Auszug aus der „Blechkiste“

Derzeit ist die zweisprachige Kindertagesstätte „Ascolino“ noch in Container untergebracht. Das soll sich nach der Genehmigung weiterer Betreuungsplätze bald ändern. Foto: Ascolino/Archiv Asco

Der Jugendhilfesenat genehmigt die Erweiterung der zweisprachigen Kindertagesstätte. Asco-Geschäftsführer Matthias Schmidt spricht von einer lang ersehnten Perspektive.

Coburg - Die Asco-Gruppe kann ihren zweisprachigen Kindergarten „Ascolino“ um 25 Betreuungsplätze erweitern. Das hat der Jugendhilfesenat des Coburger Stadtrats einstimmig beschlossen. Die Erweiterung wird „wegen des dortigen erfolgreichen bilingualen Ansatzes des Trägers“ als „besonderer Bedarf“ anerkannt, lautet die Begründung in dem Beschluss. „Diese sollen ausdrücklich unabhängig von der tatsächlichen Bedarfsdeckung in der Stadt Coburg und somit zusätzlich zu den bereits vorhandenen Plätzen in einem Neubau errichtet werden“, heißt es weiter.

Asco-Geschäftsführer Matthias Schmidt zeigt sich erfreut und erleichtert: „Dieser Beschluss gibt uns die lang ersehnte Perspektive. Jetzt kann es weitergehen mit den nächsten Schritten. Wir benötigen Planungssicherheit – ein Grundstück, auf dem wir unseren Neubau umsetzen und unser Angebot für die Region dauerhaft etablieren können.“

Sabine Groh, Leiterin des bilingualen Kindergartens Ascolino, dankt insbesondere den Eltern, die der Einrichtung trotz der anfänglichen Befristung und der baulichen Übergangslösung in Containern in der Alexandrinenstraße in Coburg das Vertrauen gegeben haben. „Ohne unsere Pionier-Eltern, die gezeigt haben, dass ein bilingualer Kindergarten in Coburg keine verrückte Idee ist, wäre der erfolgreiche Start nicht möglich gewesen“, so Groh.

Die Konzeption des Kindergartens basiert auf der bilingualen Komponente durch eine Muttersprachlerin, die jeden Tag anwesend ist und mit den Kindern ausschließlich Englisch spricht. 2019 wurde der Kindergarten vorerst auf fünf Jahre befristet genehmigt und ist übergangsweise auf dem Gelände der ehemaligen Spindler-Villa in der Alexandrinenstraße in Containern beheimatet. Im Januar 2020 nahm der Kindergarten den Betrieb auf und erfreut sich seither großer Nachfrage. Sabine Groh: „Wir haben Voranmeldungen bis 2024, wir bekommen Anfragen aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland – hauptsächlich von deutschstämmigen Familien, die wieder in Richtung Heimat wollen und sich bei den infrage kommenden Städten eben auch das Kita-Angebot im Vorfeld genau anschauen.“

Ein großer Dank gelte den zahlreichen Unterstützern, so Matthias Schmidt. Dies waren neben der Stadt Coburg – und hier insbesondere das Jugendamt –, die dem Projekt „bilingualer Kindergarten für Coburg“ von Anfang an wohlwollend gegenüber gestanden habe. Auch die Industrie- und Handelskammer, Firmen und Privatpersonen hätten die Idee „Ascolino“ unterstützt. „Sie alle haben daran geglaubt, dass ein bilingualer Kindergarten ein wichtiger Standortfaktor für die Region Coburg sein kann“, betont der Geschäftsführer der Asco-Gruppe.

Mit der Erhöhung der Platzzahl trage die Stadt Coburg der großen Nachfrage nach Plätzen im Ascolino Rechnung. „Wir wollen zwei Kindergartengruppen mit je 20 Plätzen und eine Krippengruppe mit 10 Plätzen in Coburg etablieren“, so Kita-Leiterin Sabine Groh. Hierfür müsse nun ein geeigneter Bauplatz in Coburg gefunden werden. „Wir wollen so schnell wie möglich bauen. Unsere Kids und die Eltern – die angemeldeten und die auf der Warteliste – wollen ein Ascolino-Haus und endlich raus aus unserer ‚Blechkiste‘, auch wenn wir sie schon ziemlich liebgewonnen haben“, betonen Sabine Groh und Matthias Schmidt. red

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