Zwischen Kösfeld und Sulzdorf Schlaglochpiste wird nicht saniert

Die Strecke befindet sich zum Unwillen der Bürger in einem desolaten Zustand. Der Gemeinderat Meeder lehnt eine Erneuerung jedoch vorerst ab. Man will den Neubau der Staatsstraße 2205 abwarten.

Meeder - Der Gemeinderat Meeder hatte sich bei seiner jüngsten Sitzung wieder einmal mit dem desolaten Zustand der Ortsverbindungsstraße von Kösfeld nach Sulzdorf zu beschäftigen. Der Grund: ein Antrag der Kösfelder und Sulzdorfer Bürger auf grundlegende Sanierung und vorläufige Sperrung für den Schwerlastverkehr. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben.

„Mir ist die Belastung für die Bürger durchaus bewusst“, sagte Bürgermeister Bernd Höfer. Er und alle Fraktionen des Gemeinderates vertraten jedoch die Meinung, dass mit einer Sanierung bis nach dem Neubau der Staatsstraße 2205, die fast parallel zur Ortsverbindungsstraße läuft, gewartet werden soll. So appellierte unter anderem Gemeinderat Christian Flohrschütz an die Geduld der Antragsteller, von denen viele an der Sitzung teilnahmen. Vor Kurzem wurden die zahlreichen Schlaglöcher ausgebessert, der Abbruch des Banketts zum Straßenrand ist jedoch nach wie vor vorhanden. Auch die Sperrung für den Schwerlastverkehr ist laut Bürgermeister problematisch, da dies mit der Stadt Coburg abzustimmen sei. Hier wird jedoch nochmals eine Bitte an die Stadt um Stellungnahme angestrebt. Die Verkehrspolizei riet auch von der Installation von Verkehrsschwellen im Bereich von Sulzdorf ab. Derzeit ist die Straße auf Tempo 30 beschränkt. Wie der Bürgermeister wissen ließ, ist der Ausbau dieser Straße im Investitionsplan der kommenden Jahre vorgesehen.

Noch eine weitere Straßenbaumaßnahme stand auf der Tagesordnung: der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße vom Gut in Kleinwalbur zum Ortseingang. Der Gemeinderat beschloss, zunächst den bereits im Februar 2020 genehmigten Vollausbau einschließlich Brückenausbau über den Ohrbach zurückzunehmen. Stattdessen soll die Straße mit einer Tragdeckschicht erneuert werden – Kostenaufwand: 70 000 Euro. Planer Jürgen Kittner stand dem Gremium dazu Rede und Antwort. Er zeigte die beiden weiteren Varianten auf: die Oberflächenbehandlung für 35 000 Euro und den Vollausbau, letzter würde Kosten von 590 000 Euro verschlingen, wobei eine Förderung bis 60 Prozent möglich sei. Hinzu kommen eventuell noch ein Gehweg für 110 000 Euro und die Beleuchtung mit 35 000 Euro. Aus Kostengründen erfolgte jedoch ein Rückzieher.

 

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