Auch Ulrike aus Süddeutschland sieht das so: "Es ist ja immerhin auch ein monumentales Bauwerk." Dennoch war auch sie selbst noch am Vortag kostenfrei im Dom, als Christin sei das fair. "Da könnte man ja nochmal drüber nachdenken, ob zahlende Christen nicht gratis hereinkommen dürfen", meinte sie mit Verweis auf die Kirchensteuer.
Ein Kölner mittleren Alters kann "einen Preis an sich schon nachvollziehen, aber nicht zwölf Euro." Die Kirche habe das mit hohen Kosten zur Erhaltung begründet, sei aber selbst reich.
Bislang war der große Innenraum des Doms stets kostenlos zugänglich, Eintritt wurde aber bereits für die Schatzkammer oder auch den Aufstieg zur Aussichtsplattform verlangt. Das Domkapitel teilte vor einigen Monaten aber mit, dass seit 2019 Minus gemacht worden sei. Daher sei man auf die Einnahmen angewiesen.
Ein Touristenführer, der gelegentlich auch durch den Dom selbst führt, ist sich nicht sicher, ob das in Zukunft noch gehe: "Für Familien mit geringem Einkommen wird sich das jetzt nicht mehr darstellen lassen, weil das dann einfach doch ein ziemlich hoher Betrag ist. Das werden die sich schon überlegen. Aber gut, ich nehme an, das war die Intention dahinter."
Im Verlauf des Tages seien rund 500 Online-Tickets und rund 2.400 Karten vor Ort an der neuen Zentralkasse verkauft worden, teilte Dompropst Assmann am frühen Abend mit.