Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

Höchste Güteklasse bei Olivenöl oft Etikettenschwindel

Es gibt gute und schlechte Jahrgänge, große Geschmacks- und noch größere Preis-Unterschiede. Olivenöl ist, ähnlich wie Wein, eine Wissenschaft für sich. Viele Hersteller scheitern aber schon an den Grundlagen, wie ein aktueller Test zeigt.



Olivenöl
Möglichst rein soll es sein: Für Olivenöl der Güteklasse «nativ extra» gelten strenge Vorgaben.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Olivenöl mit der Bezeichnung «nativ extra» oder «extra vergine» muss geruchlich und geschmacklich einwandfrei sein. Davon sind einige Produkte auf dem Markt aber weit entfernt.

Nach einem Test von 20 Olivenölen der höchsten Güteklasse kommt die Zeitschrift «Öko-Test» (Ausgabe 5/2019) zu dem ernüchternden Ergebnis: In Sachen Geschmack und Geruch ist nur ein Olivenöl «sehr gut», sieben sind «gut». Und vier Olivenöle sind sensorisch sogar «mangelhaft» und dürften sich nach Ansicht der Tester eigentlich gar nicht «nativ extra» nennen. Drei der vier Etikettenschwindler sind Bio-Produkte.

Insgesamt schneiden viele Kandidaten sogar noch schlechter ab. Der Grund: In 10 von 20 Ölen fanden die Tester Mineralöl, darunter auch MOAH (Aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe), die nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Lebensmitteln nichts verloren haben. Hinzu kommen teils weitere Mineralöle sowie andere Schadstoffe wie Weichmacher.

«Sehr gut» ist damit keins der getesteten Öle, «gut» sind nur zwei Kandidaten: Erstens ein Bio-Öl von Rapunzel («Kreta Natives Olivenöl extra»), zweitens ein reguläres Öl von Primoli («I.G.P. Toscano Olio Extra Vergine di Oliva»). Letzteres ist auch das einzige Öl mit der Sensorik-Note «sehr gut». Und selbst für die Gesamtnote «befriedigend» reicht es nur bei zwei Ölen von Reichold Feinkost («La Española Natives Olivenöl Extra») und Edeka («Griechisches Natives Olivenöl Extra g.g.A. Chania»).

Immerhin: Bei den Herkunftsangaben schummelt keiner der Hersteller. In allen Flaschen steckt nach Angaben der Tester das versprochene Öl oder die versprochene Mischung. Viele Hersteller verwenden nämlich nicht nur eine Sorte aus einem Land, sondern kombinieren verschiedene Öle zu einem Produkt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 04. 2019
15:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Edeka-Gruppe Feinkostwaren Mängel Produktionsunternehmen und Zulieferer Risikoabschätzung und Risikobewertung Wein Zeitschriften Öko-Test
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Tomatensaft

30.07.2020

«Öko-Test»: Bei Tomatensaft überzeugen nur Direktsäfte

Viele trinken ihn am liebsten im Flugzeug hoch über den Wolken: Tomatensaft. Welche Produkte schmecken am intensivsten und was steckt drin in den leuchtend roten Säften? » mehr

Ein Kind isst Apfelmus

28.07.2020

Bestnoten für Apfelmark - Zuckerärger über Apfelmus

Leckermäulchen lieben püriertes Fruchtfleisch aus ihrem Lieblingsobst. Wer das Selbermachen scheut, kann fertiges Apfelmus oder Apfelmark kaufen. Welches besser ist, wollte «Öko-Test» wissen. » mehr

Pilsbiere im Test

29.05.2019

Pilsbiere meist frei von bedenklichen Stoffen

Frisch-herbes Aroma und ein zarter Bitterton - so lieben Pilsliebhaber ihr Bierchen. Ist die Biersorte aber auch frei von bedenklichen Stoffen? » mehr

Fischstäbchen in einer Pfanne

25.06.2020

«Öko-Test»: Die meisten Fischstäbchen sind empfehlenswert

Mit Fischstäbchen auf dem Teller überzeugt man auch Kinder, die Fisch sonst nicht so sehr mögen. Die gute Nachricht für Eltern: Die meisten Produkte können sie ihrem Nachwuchs ohne Bedenken servieren. » mehr

Erdbeermarmelade

30.04.2020

Erdbeermarmelade weist im Test Pestizidspuren auf

Erdbeermarmelade gehört für viele zum Frühstück dazu. Einige Produkte weisen aber Spuren von Pestiziden auf. Auch der Zuckeranteil ist mitunter bedenklich. » mehr

Espresso

01.10.2019

Viele Espressos überzeugen nur beim Geschmack

Er soll schmecken und eine leckere Crema haben. Nicht nur nach dem Aufwachen schlürfen viele gerne einen Espresso. Ein Test zeigt aber: Lässt man den Geschmack beiseite, wird es häufig bitter. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 04. 2019
15:58 Uhr



^