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Diese Warnzeichen deuten auf eine Gaming-Sucht

Für ein Computerspiel kleben manche Kinder und Jugendliche täglich stundenlang vor dem Bildschirm. Viele Eltern sorgt das. Aber müssen sie sich das wirklich? Wie erkennt man Warnzeichen?



Computerspielsucht
Manche Kinder und Jugendliche verbringen täglich Stunden mit Computerspielen. Vielen Eltern macht das Sorgen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wenn der Nachwuchs mal wieder fünf Stunden am Computer oder der Spielkonsole hängt, fragen sich viele Eltern: Ist das noch gesund?

Die Übergänge zwischen normaler Mediennutzung und krankhaftem Spielen seien fließend, erklärt der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP).

Symptome erkennen

Wird Computerspielen etwa anderen Aktivitäten vorgezogen, kann das ein Warnsignal für ungesundes Verhalten sein. Oft kreisen die Gedanken der Kinder und Jugendlichen dann auch in spielfreien Phasen um das Gaming. Sie verlieren zunehmend die Fähigkeit, Spielbeginn und -ende selbst zu regulieren.

Dabei kann sich auch das Sozialverhalten wandeln. Betroffene neigen dazu, Unterhaltungen aus dem Weg zu gehen. Gespräche bleiben eher oberflächlich.

Erhalten gefährdete Kinder und Jugendliche keinen Zugriff auf Computer und Internet, können sie launisch bis depressiv reagieren, warnt der BKJJP. Auch Konzentrationsprobleme sowie ein verschobener Tag-Nacht-Rhythmus und damit verbundene Schlafstörungen können Anzeichen für eine Sucht sein.

Eltern können auch selbst gegensteuern

Treten mehrere solcher Warnsignale auf, sollten Eltern einen Kinder- oder Jugendpsychiater zurate ziehen. Und sie können selbst etwas unternehmen: Der Verband rät, beispielsweise den Computer aus dem Kinderzimmer zu entfernen und einen Wochenplan mit festen Zeiten für das Gaming aufstellen.

Zugleich können Eltern ihre Kinder animieren, ein altes Hobby wiederaufzunehmen oder ein neues zu suchen. Wichtig ist es auch, zu hinterfragen, was das Kind beim Computerspielen sucht und was im «richtigen» Leben zu kurz kommt. ( www.kinderpsychiater-im-netz.org )

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
29. 08. 2019
15:53 Uhr

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29. 08. 2019
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