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Feste Verantwortung für Medikamente schützt vor Chaos

«Hat Papa die blaue Tablette schon genommen?» Solche Fragen sorgen in der Pflege für Stress - vor allem, wenn die Antwort nicht stimmt. Dagegen helfen feste Zuständigkeiten. Und eine Dosierbox.



Medikamentendosierung
Eine Dosierbox kann dabei helfen, die Tabletten richtig auf die verschiedenen Einnahmetage und -zeitpunkte zu verteilen.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Zehn Pillen oder gar zwölf, zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Rhythmen: Pflegebedürftige bekommen oft viele oder sehr viele Medikamente.

Damit kein Chaos rund um die Tabletten ausbricht, sollte es in der Pflege feste Zuständigkeiten für das Thema geben - also einen Angehörigen, der sich alleine um die Medikation kümmert und so den Überblick behält. Darauf weist die Zeitschrift «Senioren Ratgeber» (Ausgabe 10/2019) hin.

Eine Dosierbox kann dabei helfen, die Tabletten richtig auf die verschiedenen Einnahmetage und -zeitpunkte zu verteilen. Achtung: Bei vielen Medikamenten ist es kein Problem, wenn man sie mal eine oder zwei Stunden später oder früher als sonst schluckt. Manche Arzneimittel, gegen Parkinson etwa, müssen aber zum genau richtigen Zeitpunkt eingenommen werden. Ansonsten wirken sie vielleicht nicht.

Pflegebedürftige sollten Tabletten immer im Sitzen, einzeln und mit jeweils einem großen Schluck Wasser nehmen. Zu große Tabletten lassen sich eventuell teilen oder mit Überzügen versehen. Hier sollten Pflegende aber vorher ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Die Profis helfen auch weiter, wenn die Tablettenflut zu groß wird, Nebenwirkungen auftreten oder sich bestimmte Einnahmeformen wie Augentropfen als knifflig erweisen. Je nach Problem lassen sich die Medikamente dann vielleicht zu Kombipräparaten zusammenfassen oder durch andere Formen oder Wirkstoffe ersetzen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
05:19 Uhr

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11. 10. 2019
05:19 Uhr



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