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Blätter von Tulpen und Narzissen noch nicht entfernen

Was hässlich aussieht, kann weg? Nicht unbedingt. Im Garten ist es kontraproduktiv, die verwelkten Frühlingsblumen ganz abzuschneiden. Das hängt mit dem Blattgrün zusammen.



Verblühte Narzissen
Verblühte Narzissen - hier sollten Hobbygärtner noch nicht alles abschneiden.   Foto: Martin Gerten/dpa/dpa-tmn

Auch wenn sie nicht mehr schön aussehen: Verwelkte Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und andere Zwiebelblüher dürfen noch nicht ganz abgeschnitten werden. Lediglich die Blüte kann weg, das Grün aber muss stehen bleiben - es ist der Ausgangspunkt für die Blüte im nächsten Frühjahr.

Denn über die Blätter produzieren die Zwiebelpflanzen Stoffe, die sie zum Überwintern und neuen Austreiben danach brauchen. Diese Reservestoffe werden in der Zwiebel oder Knolle eingelagert.

Warum welke Blüten weg sollten

Was man jetzt schon abschneiden kann, sind die welken Blüten. Das ist optisch schöner, aber auch gut für die Pflanzen. Denn wenn etwa die Blütenblätter selbst abfallen und an den Laubblättern kleben bleiben, kann das in einer regenreichen Zeit Fäulnis fördern.

Entfernt man die welken Blütenstände, stecken die Pflanzen außerdem keine unnötige Kraft mehr in die Bildung von Samen. Sie haben dann mehr Kraft für das Einlagern der Kraftstoffe zur Verfügung. Da die Pflanzen ohnehin mehrjährig sind, also nächstes Jahr erneut erblühen, und die Zwiebeln zur Vermehrung auch Tochterzwiebeln bilden, sind die Samen nicht zwingend erhaltenswert.

Und was tun, wenn die Blätter, die teils herabhängen und schon welk wirken können, gar nicht gefallen? Die Bayerische Gartenakademie schlägt zum Beispiel vor, das lange und dünne Grün der Narzissen zusammenzubinden oder gar zu Zöpfen zu flechten.

Einen neuen Platz suchen

Notfalls lassen sich die Zwiebeln auch aus der Erde nehmen und an einen schattigen Ort setzen, etwa in eine kleine Kiste mit wenig Erde. Auch Zwiebelpflanzen in Töpfen stellt man an solche Orte. Dort bleiben die Zwiebeln bis zum selbstständigen Einziehen des Grüns. Das erfolgt unabhängig vom Standort im Lauf des Sommers. Die Blätter werden dann braun und dürr.

Nun kann man die ausgegrabenen Zwiebeln wiederum aus der Erde holen und an einem kühlen und trockenen Ort bis zum Herbst in luftigen Säckchen lagern, erklärt die Gartenakademie. Dann kommen die Zwiebeln erneut in die Erde, und der neue Zyklus beginnt.

Diejenigen Zwiebeln, die am ursprünglichen Platz im Beet oder Rasen geblieben sind, werden nach dem Einziehen einfach in Ruhe gelassen. Sie überwintern auch dort.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 05. 2020
11:57 Uhr

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12. 05. 2020
11:57 Uhr



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