Lade Login-Box.
Topthemen: NP-FirmenlaufMordfall OttingerHSC 2000 CoburgBBC CoburgStromtrasse

 

Wühlmäuse zum Frühjahrsbeginn bekämpfen

Wühlmäuse lassen sich am besten am Frühjahrsanfang bekämpfen, da sie dann Hunger leiden und Fallen besser annehmen. Allerdings müssen Hobbygärtner sicher sein, dass sie diese Tiere jagen - denn Maulwürfe leben in ähnlichen Gängen. Und die stehen unter Naturschutz.



Wühlmäuse im Garten
Guck mal, wer da gräbt: Wühlmäuse können im Garten eine Menge Schaden anrichten - am besten lassen sie sich im Frühjahr bekämpfen.   Foto: Hilke Segbers

Wühlmäuse fressen die Wurzeln von jungen Bäumen und Sträuchern an und zerstören Blumenzwiebeln und Wurzelgemüse. Wie Hobbygärtner diese Tiere bekämpfen, erklärt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Den größten Erfolg bei der Bekämpfung von Wühlmäusen haben Hobbygärtner zu Beginn des Frühjahrs oder im späten Herbst, erklärt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Tiere leiden dann unter Nahrungsmangel und nehmen Fraßköder besonders gut an. Das müssen Hobbygärtner wissen:

Darf man Wühlmäuse überhaupt bekämpfen?

Die Wühlmaus steht nicht unter Naturschutz und darf bekämpft werden. Aber bevor Hobbygärtner die Fallen aufstellen oder andere Maßnahmen ergreifen, sollten sie sich sicher sein, dass der Besucher im Garten kein Maulwurf ist. Denn er steht unter Naturschutz und darf höchstens vergrämt werden. Problematisch ist die Unterscheidung vor allem, weil die Wühlmaus gerne alte Gänge der Maulwürfe übernimmt.

Wie kann ich das herausfinden?

Beide legen ein weitläufiges Gängesystem im Boden an. Mit der sogenannten Verwühlprobe lässt sich herausfinden, welches Tier darin aktiv ist, erläutert der Pflanzenschutzdienst. Dafür den Boden neben den Erdauswürfen kreisförmig mit einem Stab abtasten. Sinkt dieser ruckartig ein, hat man einen Gang gefunden. Diesen mit einem Spaten auf einer Länge von 20 bis 30 Zentimetern freilegen, eine Möhre in beide Enden stecken und abwarten. Der Maulwurf wird unterhalb des geöffneten Bereiches einen neuen Gang anlegen - ihn also unterwühlen. Die Wühlmaus wird die Möhre eher annagen und den Gang erneut verwühlen.

Es gibt noch andere Hinweise: Die Haufen der Maulwürfe enden unter einem Erdhaufen. Die Gänge der Wühlmäuse liegen hingegen neben den Erdhaufen, deren Form unregelmäßiger und niedriger ist als die der Maulwürfe. Die Erde ist feiner und mit Pflanzenresten vermischt.

Wie kann ich die Wühlmaus bekämpfen?

Die Experten raten am ehesten zu Fallen, sie seien unter den Bekämpfungsmethoden am effektivsten. Auch Fraßköder und Mittel zur Begasung eignen sich.

Kann ich die Tiere auch einfach vertreiben?

Als wirkungslos gilt der Einsatz von Pflanzen, die die Tiere nicht mögen. Das gilt auch für Klappermühlen, Windräder und Geräte mit Ultraschallerzeugung, erklärt die Landwirtschaftskammer. Wer den Tieren nichts tun möchte, sollte daher am besten seine Pflanzen vor deren Heißhunger schützen: So kommen die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern sowie die Blumenzwiebeln beim Anpflanzen in spezielle Körbe aus Draht oder Kunststoff.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 03. 2018
10:32 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Gelberüben Landwirtschaftskammern Naturschutz Sträucher Tiere und Tierwelt
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen möchten, melden Sie sich bitte an.

Benutzername
Passwort
     

Noch kein Konto? Jetzt Registrieren
Mehr zum Thema
Ab durch die Hecke

09.02.2018

Hecke schneiden oder roden nur bis 28. Februar erlaubt

Wer zur falschen Jahreszeit die Gartenhecke zu stark beschneidet, kann der heimischen Tierwelt enormen Schaden zufügen. Es gilt daher, gesetzliche Fristen einzuhalten. Viel Zeit bleibt nicht mehr. » mehr

Starkzehrer Tomate

13.04.2017

Lohnt sich Mehrfelderwirtschaft im heimischen Gemüsebeet?

Wer Fruchtfolgen beachtet, schützt sich auf längere Sicht vor Schädlingen und kann bessere Ernten einfahren, zumindest in der Landwirtschaft. Für den eigenen Garten gelten etwas andere Regeln. Experten empfehlen verschie... » mehr

Weidenkätzchen

16.02.2018

Weidenkätzchen für Palmsonntag nur aus Garten holen

Katholiken bringen zur Weihe am Palmsonntag traditionell einen «Palmwedel» mit. In Deutschland sind das meist Weidenkätzchen. Doch die Zweige dürfen nicht von Sträuchern aus der freien Natur abgeschnitten werden. » mehr

Japanischer Staudenknöterich

25.05.2017

Was der Japan-Knöterich im Garten anrichtet

Mein Haus, mein Garten, mein Reich: Hobbygärtner kümmert erstmal nur das, was auf ihrem Grundstück wächst. So manche Pflanze aber gefährdet durch ihre Verbreitung die Natur. Der Japan-Knöterich ist ein Beispiel. Gartenbe... » mehr

Hecken nur im Winterhalbjahr roden

24.02.2017

Verbot: Sträucher und Hecken ab 1. März nicht mehr roden

Dichte Hecken und Sträucher sind manchem Hobbygärtner ein Dorn im Auge. Wer sein wucherndes Gestrüpp mit radikalen Methoden beseitgien will, muss sich beeilen. Ab dem 1. März drohen Bußgelder. » mehr

Streusalz

05.02.2018

Den Pflanzen zuliebe auf Streusalz verzichten

Anwohner müssen dafür sorgen, dass bei Schneefall und Straßenglätte kein Mensch zu Schaden kommt. Doch Streusalz gilt als umweltschädlich, denn es schadet Pflanzen und Tieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz rät stat... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 03. 2018
10:32 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".