Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Wie Zimmerpflanzen das Zuhause in eine grüne Oase verwandeln

Zimmerpflanzen sorgen für Akzente im Wohnzimmer, Büro, in der Küche und im Bad. Sie sind aber nicht nur eine schöne Dekoration: Frisches Grün kann das Wohlbefinden und Raumklima verbessern - und sogar den Speiseplan bereichern.



Grüne Dekoration
Grüne Dekoration mit Mehrwert: Gesunde Zimmerpflanzen produzieren Sauerstoff und können die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen.   Foto: Andrea Warnecke » zu den Bildern

Primeln und Narzissen verkürzen die Wartezeit auf den Frühling. Wer die Topfpflanzen ins Wohnzimmer oder in die Küche stellt, verschönert sein Zuhause.

Neben der blühenden Saisonware schmücken auch immergrüne Zimmerpflanzen Räume. Zusätzlich können Zimmerpflanzen «auch das emotionale und gesundheitliche Wohlbefinden fördern», sagt Christian Engelke vom Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur in Berlin. Denn: «Gesunde Zimmerpflanzen produzieren Sauerstoff und können die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen», erläutert Engelke.

Bei der Suche nach einer geeigneten Zimmerpflanze, sollten die persönlichen Vorlieben nicht allein ausschlaggebend sein. «Pflanzen sollten immer zuerst nach den Standortbedingungen, dann nach Pflegeaufwand und erst dann nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt werden», rät die Pflanzenexpertin und Sachbuchautorin Karin Greiner. Der richtige Standort hängt von Aspekten wie Licht, Wärme, Luftfeuchtigkeit und Platzverhältnissen ab. Gerade Licht ist ein nicht zu unterschätzender Faktor: Die Pflanzen benötigen es zur Fotosynthese - oder kurz gesagt, um zu leben und zu wachsen.

Manche Pflanzen kommen mit weniger Licht aus beziehungsweise sie vertragen keine direkte Sonne - etwa die Schusterpalme (Aspidistra elatior), Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) oder das Einblatt (Spathiphyllum). Sie kommen gleichzeitig mit einer höheren Luftfeuchtigkeit zurecht - sind also ideal für feuchte Räume wie das Bad oder die Gästetoilette.

Bei der Suche nach der idealen Zimmerpflanze kann auch entscheidend sein, ob Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. «Giftige Arten wie Dieffenbachie, allergieauslösende wie Birkenfeige oder Pflanzen wie Kakteen, an denen man sich leicht verletzen kann», seien dann nicht geeignet, sagt Greiner. Fürs Kinderzimmer empfiehlt sie: Flammendes Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana), Fleißiges Lieschen (Impatiens-Hybriden) und Glockenblume (Campanula), Zypergras (Cyperus-Arten) und Grünlilie (Chlorophytum comosum).

«Pflanzen wie Grünlilie und Efeutute können von einem Regal schön herunter ranken», sagt Gartenbloggerin und Sachbuchautorin Silvia Appel. So eignen sie sich gut fürs Arbeitszimmer. Zumal ein bisschen Grün im Büro einen positiven Effekt auf die Arbeit haben kann. «Eine schöne grüne Pflanze am Schreibtisch steigert das Wohlbefinden und die Motivation», sagt Engelke. Weitere Kandidaten fürs Büro sind: Einblatt, Christusdorn (Euphorbia milii), Geldbaum (Crassula ovata) oder ein klassischer Ficus benjamina.

Im Wohn- und im Schlafzimmer sind pflegeleichte Pflanzen beliebt - alte Bekannte wie Bogenhanf (Sansevieria), Drachenbaum (Dracaena), Strahlenaralie (Schefflera arboricola) und Glücksfeder (Zamioculcas).

Engelke nennt vier Pflegetipps: «Man muss die Pflanzen staubfrei halten, damit sie Fotosynthese betreiben können, sie regelmäßig schneiden und fachgerecht düngen und gießen.» Beim Kauf sollte sie einen gesunden Eindruck machen: Starke Blätter, die nicht herabhängen und ein frisches Grün aufweisen. Der Topf sollte für die Wurzeln groß genug sein, das Substrat locker und nicht zu feucht sein.

Wem hübsch aussehende Pflanzen nicht reichen, der kann auch essbares Grün anbauen - zumindest in den hellen Monaten, wenn die Pflanzen ohne spezielle Lampen wachsen sollen. «In den Wintermonaten bekommen die Pflanzen zu wenig UV-Licht, selbst wenn sie direkt auf der Fensterbank stehen», erklärt Appel. Für den Innenbereich empfiehlt sie grüne Salate und Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse und Basilikum. Bei schlechten Lichtverhältnissen gedeihen immerhin noch Kresse und Keimsprossen.

Literatur:

Karin Greiner, Angelika Weber: Zimmerpflanzen: Die 200 schönsten Arten für jeden Standort und jeden Wohnstil (GU Gartenspaß), Gräfe und Unzer, ISBN-13: 978-3833853937, 168 Seiten, 9,99 Euro

Veröffentlicht am:
21. 03. 2018
10:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Allergieauslöser Büros Luftfeuchtigkeit Raumklima Sachbuchautoren Wohlbefinden Wohnzimmer Zimmerpflanzen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen möchten, melden Sie sich bitte an.

Benutzername
Passwort
     

Noch kein Konto? Jetzt Registrieren
Mehr zum Thema
Kaktus als Trendpflanze

21.03.2018

Zimmerpflanzen sind der Wohntrend 2018

Es gibt einen Hype um Zimmerpflanzen. Neu ist an der Kultur von Kaktus und Gummibaum im Wohnraum nichts, aber das Grün war bisher eher schönes Beiwerk als hippes Must-have. » mehr

Blüten der Cattleya

21.03.2018

Die Wurzeln der Cattleya brauchen viel Luft

Die Cattleya ist die Nationalblume von Kolumbien. Hier wächst sie nicht in der Erde, sondern auf Bäumen. Hobbygärtner in Deutschland müssen daher darauf achten, dass die ungewöhnlich schön blühende Orchidee im Topf ausre... » mehr

Die Zwiebel des Ritterstern

21.12.2017

Schönste Blüte des Winters: Der Ritterstern

Eine langweilige braune Zwiebel, ein schmuckloser grüner Stiel aber obenauf eine wahnsinnig schöne Blüte: Der Ritterstern - auch als Amaryllis bekannt - ist nur deswegen ein echter Hingucker. Gerade in der kargen Winterz... » mehr

Weihnachtssterne

15.12.2017

Christsterne: Von aztekischer Opfergabe zum Welthit

Die leuchtend rote Pflanze gehört zur Adventszeit wie Weihnachtsbaum, Plätzchen und Glühwein. Ursprünglich stammt der Weihnachtsstern aus Mexiko. Aber erst ein deutscher Auswanderer in den USA machte ihn weltweit als Zie... » mehr

Als Zimmerpflanze

04.05.2017

Nach Schädlingsbefall: Ersatz für den Problemfall Zyperngras

Es ist Zeit für die Abrechnung: Der Winter war eine Strapaze für viele Zimmerpflanzen. Gerade die trockene Heizungsluft förderte zum Beispiel am Wechselblättrigen Zyperngras Schädlingsbefall. Betroffene sollten sich den ... » mehr

Christian Engelke

16.03.2017

Der Bogenhanf ist wieder beliebt

Diese Pflanze hat jeder schon mal gesehen: Die aufrecht stehenden Blätter des Bogenhanfs werden gerne zu Zöpfen geflochten. Das Zimmergrün gilt als retro - und erlebt gerade deswegen im Moment wieder ein Comeback. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
21. 03. 2018
10:38 Uhr



^