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Markt für nachhaltige Investments wächst

Rendite einfahren und dabei noch etwas für die Umwelt oder eine bessere Gesellschaft tun? Das klingt für viele Anleger gut. Der Markt für nachhaltige Geldanlagen wächst. Anleger sollten sich aber gut informieren. Denn: «nachhaltig» kann vieles bedeuten.



Solar- und Windanlagen
Mit nachhaltigen Geldanlagen verbindet man häufig Umweltschutz und soziale Verbesserung. Doch so klar geregelt ist es nicht.   Foto: Roland Weihrauch/Symbolbild

Geldanlagen mit Fokus auf Nachhaltigkeit legen in Deutschland weiter zu: Die Investitionen der Anleger in dieses Segment sind im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 171 Milliarden Euro gestiegen.

Das berichtet das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) in seinem Marktbericht 2018. Die Zahlen fußen auf einer Umfrage unter deutschen Geldinstituten.

In die Kategorie fallen Finanzprodukte, bei denen die Kriterien Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit durch ökologische und soziale Aspekte ergänzt werden. Laut Marktbericht beträgt der Anteil solcher Investments am Gesamt-Anlagevolumen derzeit rund drei Prozent.

Wer sich unter nachhaltigen Geldanlage allerdings rein auf Umweltschutz und soziale Verbesserung ausgelegte Investments vorstellt, kann eine Überraschung erleben: «Da gibt es das Problem, dass Vorstellung und Realität voneinander abweichen», sagt Monika Pietsch-Hadré von der Verbraucherzentrale Bremen. Denn der Begriff Nachhaltigkeit ist nicht klar definiert.

Die im FNG vertretenen Unternehmen etwa orientieren sich am sogenannten Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden. Er definiert Kriterien für nachhaltiges Investieren, die Kultur-, Sozial- und Naturverträglichkeit umfassen. Es reicht aber auch aus, nur Teile davon zu erfüllen. Als Konsens in Deutschland gilt laut FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober etwa vielen Anleger, dass Waffen, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen tabu sind.

Privatanleger können beim Beratungsgespräch in der Bank nach nachhaltigen Anlagemöglichkeiten fragen und bestimmte Branchen oder Unternehmen ausschließen, erklärt Pietsch-Hadré. «Wenn ich keine Waffenhersteller will, kann ich das ja als Anlagestrategie formulieren.»

Grundsätzlich sollte das bei den meisten Banken möglich sein. «Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Kompetenzen bei den auf Nachhaltigkeit spezialisierten Geldhäusern deutlich größer sind», sagt Pietsch-Hadré. Dazu zählen auf Nachhaltigkeit fokussierte Banken, denn diese richten ihr gesamtes Geschäftsmodell nach bestimmten ethischen, sozialen und ökologischen Standards.

Die Verbraucherzentrale Bremen betreibt unter www.geld-bewegt.de ein unabhängiges Informationsportal für eine Orientierung im etwas unübersichtlichen Markt der nachhaltigen Geldanlage - die Themen reichen von Sparanlagen über Girokonten bis Altersvorsorge.

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dpa

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Veröffentlicht am:
06. 06. 2018
13:52 Uhr

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