Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Wenig Angebote für Fondssparen

Arbeitnehmer können mit vermögenswirksamen Leistungen vorsorgen. Wer dafür einen Fondssparplan sucht, sollte die Kosten vergleichen. Das zeigt eine Stichprobe von Verbraucherschützern.



Vermögenswirksame Leistungen
Monatlich zahlen Arbeitgeber eine kleine Summe als vermögenswirksame Leistung. Auf sieben Jahre gerechnet, kann man aber einiges ansparen.   Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Für Arbeitnehmer kann es lukrativ sein, vermögenswirksame Leistungen (VL) mit Fondssparplänen zu nutzen. Doch die Auswahl ist nach einer Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW nicht groß.

Von zwölf untersuchten Geldinstituten und Wertpapier-Dienstleistern bietet nur eine Großbank ein eigenes VL-Fondsangebot an. Zwei weitere Groß- und Direktbanken vermitteln VL-Sparer an andere Dienstleister. Auch die Genossenschaftsbanken haben eine Kooperation.

Die Preise der Sparpläne schwanken dabei: Beim teuersten Anbieter wurden im Verlauf von sieben Jahren Nebenkosten in Höhe von 195 Euro fällig, beim preiswertesten dagegen nur 54 Euro. Die Verbraucherschützer rechneten mit einer Anlagesumme von 30 Euro im Monat und einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent.

Der Ausgabeaufschlag wird einmalig fällig, wenn der Sparer Anteile erwirbt. Bei der klassischen Fondsanlage bekommen Kunden hier manchmal Rabatt. Zwei der untersuchten Anbieter von VL-Fonds schließen Nachlasse der Untersuchung zufolge jedoch grundsätzlich aus, bei einem Dienstleister gibt es dagegen 75 Prozent Rabatt.

Nur bei einer untersuchten Bank ist die Depotverwaltung kostenlos, die anderen Anbieter verlangten Gebühren von bis zu 12,50 Euro pro Jahr. Damit bewegen sie sich den Verbraucherschützern zufolge etwa auf dem Niveau herkömmlicher Fondsdepots.

Günstiger sind börsengehandelte Indexfonds (ETFs), da für sie keine Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren fällig werden. Allerdings boten nur zwei der untersuchten Institute VL-Fondssparen mit ETFs an. Die Zeitschrift «Finanztest» hatte im Frühjahr bei einer Untersuchung mit anderer Stichprobe zwei weitere Onlinebanken mit VL-fähigen ETF ausfindig gemacht.

VL-Verträge haben eine Laufzeit von sechs Jahren. Danach ruht der Vertrag für ein Jahr. Je nach Arbeits- oder Tarifvertrag zahlt der Arbeitgeber eine bestimmte Summe, die zur Vorsorge verwendet wird. Sind die Voraussetzungen für eine Arbeitnehmersparzulage erfüllt, gibt der Staat jährlich noch bis zu 80 Euro hinzu.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 08. 2019
10:14 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Agio Arbeitgeber Arbeitnehmer Banken Dienstleister Direktbanken Kunden Rabatte Verbraucherschützer Verwaltungsgebühren
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
So gelingt der Konto-Wechsel

20.08.2019

So gelingt der Konto-Wechsel

Wie hoch dürfen die Kontoführungsgebühren sein, bis man über einen Wechsel nachdenken sollte? Und was sollte man bei einem Wechsel beachten? » mehr

Verbraucherzentrale Thüringen

29.08.2019

Prämiensparverträge sind nicht immer kündbar

Hohe Zinsen, dazu ein attraktiver Bonus: Mit solchen Angeboten lockten Banken früher die Sparer in ganz Deutschland. Nun wollen die Geldinstitute die alten Prämiensparverträge loswerden - was laut der Verbraucherzentrale... » mehr

Online-Bezahlung

06.09.2019

Was die neuen Regeln für Bankkunden bedeuten

Bankkunden, die online einkaufen oder auf ihr Konto zugreifen, müssen sich auf Änderungen einstellen: Die gedruckten Listen mit TANs werden abgeschafft. Und noch mehr tut sich - wir erklären, was. » mehr

Verbraucherzentrale

06.08.2019

Sparverträge werden oft falsch verzinst

Zum Nachteil der Kunden berechnen manche Geldinstitute die Sparzinsen falsch. Die Rechtsprechung ist allerdings klar und mehrere Urteile entschieden ein rechtswidriges Zinsanpassungsverhalten. » mehr

Ebbe im Sparschwein

01.08.2019

Wie Sparer Geld nachfordern können

Kunden von Sparverträgen haben jahrelang zu wenig Zinsen bekommen - das haben Verbraucherschützer herausgefunden. Wer ist betroffen? Und was können Verbraucher nun tun? » mehr

Gebühren für das Girokonto

22.05.2019

Was ein Konto kosten darf

Die Niedrigzinsphase macht es Banken schwer, Geld zu verdienen. Immer weniger Geldinstitute haben deshalb kostenlose Girokonten im Programm. Und immer mehr Dienstleistungen kosten Gebühren. Was bedeutet das für Verbrauch... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 08. 2019
10:14 Uhr



^