Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Das Gehirn schützen: Digital Detox im Alltag integrieren

Alle sind ständig online. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zuhause oder beim Treffen mit Freunden. Der neue Trend ist jetzt, regelmäßig alle technischen Geräte auszuschalten, und nennt sich digitale Entgiftung.



Digitale Entgiftung
Immer mehr Menschen schalten nicht nur häufiger ihr Smartphone aus, sondern alle technischen Geräte.   Foto: Sven Hoppe/dpa

Von Hundert auf null: So halten es viele mit der digitalen Entgiftung. Nachdem sie im normalen Leben ununterbrochen mit den Augen am Bildschirm kleben, schalten sie im Urlaub zwei Wochen lang alle technischen Geräte ab.

«Das schadet zwar nicht», erläutert Iris Hauth, E-Mental-Health-Expertin vom Alexianer St. Joseph Krankenhaus Berlin-Weißensee. Aber wer sein Gehirn effektiv vor dem schützen will, was das ständige Einprasseln von Informationen möglicherweise anrichtet, sollte besser den eigenen Alltag anpassen.



Hauth rät zum Beispiel zu smartphone- und computerfreien Stunden - etwa nach Feierabend: «Ich selbst diszipliniere mich, zwischen 19.00 und 22.00 Uhr nicht aufs Handy zu schauen.» Am Wochenende sei es zudem sinnvoll, keine beruflichen E-Mails zu lesen. In manchen Unternehmen ist das mittlerweile sogar verboten.



Grundsätzlich verteufeln will die Chefärztin der psychiatrischen Klinik die neuen Medien nicht. Sie gibt nur zu bedenken, dass die Informationsflut und ständige Verfügbarkeit mit großer Wahrscheinlichkeit die Wahrnehmung, die Konzentration und das Erinnerungsvermögen beeinflussen. «Nachweisen lässt sich das bisher allerdings noch nicht», betont sie. Um das eigene Gehirn vor möglichen Gefahren zu schützen, plädiert sie dennoch dafür, Maß zu halten.



Es helfe schon, sich zum Beispiel immer wieder klarzumachen, dass Messenger wie WhatsApp nur eine Möglichkeit darstellen, mit Freunden und der Familie zu kommunizieren. «Stattdessen kann man sich auch einfach mal wieder zum Essen treffen.» Das Smartphone bleibt dann am besten in der Tasche.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 09. 2017
04:50 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Digitaltechnik Freunde Gehirn Gerät Internet Psychiatrische Kliniken Schutz und Sicherheit
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Medizinmesse Medica

18.11.2019

«Medica» zeigt Klangkissen für Gestresste und Fitness-Clip

Immer mehr Anwendungen im Gesundheitsbereich sind digital: So gibt es Pflaster, die Signale senden und einen Clip, der per Vibration zu mehr Bewegung antreibt. Andere Angebote auf der Medizinmesse «Medica» sind klassisch... » mehr

Jodsalz

13.12.2019

Schwangere und Stillende brauchen viel Jod

Jod ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns. Gerade Schwangere und Stillende sollten daher auf jodreiches Essen achten - aus dem Meer zum Beispiel. » mehr

Andreas Reif

01.11.2019

Kampagne will mit «Mythen» über ADHS aufräumen

Fast jeder kennt Kinder, die sich schlecht konzentrieren können oder besonders unruhig sind. Daher hat auch jeder eine Meinung zur Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ADHS. Vieles davon ist aber Unfug, finden W... » mehr

Positiv denken

07.11.2019

Ist Gesundheit wirklich Kopfsache?

Mut schöpfen, nicht unterkriegen lassen, positiv denken. Und bald ist der Krebs besiegt. Solche Heilsversprechen gibt es rund um die Gesundheit oft. Doch Experten zweifeln daran - und warnen davor. » mehr

Mensch mit Suizidgedanken

10.09.2019

Was Angehörige bei Gedanken an Suizid tun können

Das Thema Suizid ist heikel und wichtig zugleich. Der Kontakt zu eventuell gefährdeten Menschen kann für Angehörige zwar schwierig sein - doch wer Anzeichen früh genug bemerkt, kann manchmal helfen. » mehr

Rücken- und Nackenhaltung

17.07.2019

Gibt es das ideale Kopfkissen?

Nachts tanken wir Kraft für den nächsten Tag. Doch das gelingt nur, wenn Körper und Geist wirklich zur Ruhe kommen. Und dafür braucht es ein gutes Kissen. Das zu finden, ist gar nicht so schwer - wenn man auf seinen Körp... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 09. 2017
04:50 Uhr



^