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Woran Badegäste Blaualgen erkennen

Kristallklar ist das Wasser in vielen Badeseen ohnehin nicht. Aber woran erkennen Badegäste, dass eine Gesundheitsgefahr besteht? Und was können sie selbst tun, um Gewässer sauber zu halten?



Blaualgen im Wasser
Blaualgen sind eher grün als blau. Wer sie im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen.   Foto: LAGeSo

Berlin (dpa/tmn) - Es ist heiß, es ist sonnig, und die Badesaison ging schon früh los. Das freut nicht nur Badegäste - es bietet auch ideale Bedingungen für die Ausbreitung sogenannter Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen.

«Hochsaison haben sie normalerweise Mitte bis Ende August», sagt Silvia Kostner, Sprecherin des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso). «Dieses Jahr könnte es früher soweit sein.» Aus anderen Bundesländern seien schon Fälle gemeldet worden. Wer Blaualgen im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen. «Kinder schlucken häufig Wasser», sagt Kostner. Schlucken sie dabei auch bestimmte Blaualgen oder deren Gifte, drohen Durchfall, Erbrechen und Kopfweh.

Bei empfindlichen Menschen können die Bakterien auch Hautreizungen hervorrufen. Möchten Erwachsene trotz Blaualgenbelastung baden gehen, rät Kostner, den Mund fest zu schließen und sich hinterher gut abzuduschen. Die Badebekleidung sollte gleich ausgewaschen werden.

Anders als man vermuten könnte, sind Blaualgen eher grün als blau. Einige Blaualgen sammeln sich und bilden Schlieren oder Teppiche im Wasser, die grünlich bis leicht bläulich schimmern. Ein guter Hinweis auf eine Belastung sei es, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und die Füße im grünen Wasser bereits nicht mehr zu sehen sind.

Allein auf Warnschilder sollten sich Badegäste nicht verlassen. Die zuständigen Ämter müssen an den Badestellen nur alle vier Wochen Proben nehmen. Das Berliner Lageso etwa hat die Abstände im Sommer auf 14 Tage verkürzt. Aber auch binnen zwei Wochen kann sich viel an einer Badestelle tun.

Neben Blaualgen tummeln sich in Badegewässern Grünalgen und Kieselalgen, sagt Kostner. Beide sind ungefährlich für Mensch und Tier. Anders ist das bei einer Belastung mit Colibakterien. Sie sind tückisch, weil man sie nicht sehen kann. «Colibakterien gelangen häufig nach Starkregen in Badegewässer, weil die Kanalisationen überlaufen.» Kostner rät deshalb, nach einem Starkregen etwa drei bis vier Tage abzuwarten, bis man wieder baden geht.

Für die Reinheit der Badestellen kann auch jeder selbst etwas tun. «Der wichtigste Filter ist das Schilf», sagt Kostner. Darum sollte es nicht kaputt getreten werden. Liegen gelassener Müll lockt Ratten an, deren Hinterlassenschaften wiederum im See landen könnten. Darum gilt wie immer in der Natur: den eigenen Müll mitnehmen und entsorgen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
01. 08. 2018
14:44 Uhr

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01. 08. 2018
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