Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

 

Engpass bei Mittel gegen allergische Schocks nach Stichen

Ein Lieferengpass beunruhigt momentan Allergiker. Das Präparat «Fastjekt» wird nicht in ausreichender Menge produziert. Auch Alternativen können die entstandene Lücke nicht decken. Die Firmen arbeiten daran, die Produktion schnellstmöglich hochzufahren.



Erste Hilfe beim anaphylaktischen Schock
Ein Wespenstich kann für Allergiker lebensbedrohlich sein. Eine Injektion mit dem Hormon Adrenalin kann ein Ersticken verhindern.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Ausgerechnet in Zeiten besten Wespen-Wetters haben Allergiker mit einem Lieferengpass von Arzneimitteln bei Insektenstichen zu kämpfen. Laut Datenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn gibt es Produktionsprobleme bei dem Präparat «Fastjekt».

Dabei handelt es sich um einen sogenannten Autoinjektor, mit dem man sich Adrenalin spritzen kann, wenn eine schwere allergische Reaktion auftritt - etwa bei einem Wespenstich oder bestimmten Nahrungsmitteln. Für Allergiker können solche Situationen lebensbedrohlich sein. Auch der «Fastjekt Junior» für Kinder ist betroffen.

«Wir arbeiten intensiv an einer Lösung, wie wir schnellstmöglich die Produktion hochfahren und die Lieferung beschleunigen können», erklärte der Hersteller Pfizer. Die Verfügbarkeit variiere derzeit von Apotheke zu Apotheke. Die Lieferbarkeit hänge von Zulieferungen bestimmter Komponenten durch Drittanbieter ab. «Zudem haben Prozessänderungen die Kapazität in unserer Produktionsstätte vorübergehend begrenzt», teilte das Unternehmen mit. Der Engpass von «Fastjekt» soll laut Datenbank im September behoben sein. Zuerst hatte die «Rheinische Post» darüber berichtet.

Eine Sprecherin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sagte, dass zwischen einem Liefer- und einem Versorgungsengpass zu unterscheiden sei. «Es ist nicht so, dass es kein anderes Mittel auf dem Markt mehr gebe», sagte sie. Als Alternativen werden die Mittel «Jext» und «Emerade» genannt.

Eine Sprecherin des Unternehmens ALK, das den Injektor «Jext» produziert, erklärte allerdings, dass die Nachfrage, die durch die Ausfälle beim Marktführer entstehe, nicht zu decken sei. Die eigene Produktion sei schon hochgefahren worden, dennoch bleibe eine Lücke. «Alles, was wir produzieren, wird uns aus den Händen gerissen.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 08. 2018
13:39 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Allergiker Medizinprodukte Pfizer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Wespe auf Marmeladenbrot

20.02.2020

Notfall-Pen «Emerade» für Allergiker zurückgerufen

Beim Notfall-Pen «Emerade» kann ein Fehler auftreten. Möglicherweise lässt er sich nicht aktivieren. Der Hersteller ruft das Produkt daher zurück. » mehr

Lieferengpässe für Medikamente möglich

07.09.2020

Lieferengpässe für Medikamente möglich

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie hält an. Die Ausbreitung des Erregers könnte auch zum Risiko für die Lieferung zahlreicher wichtiger Medikamente und Impfstoffe werden. Ärzte, Apotheker und Hersteller erklären, wie ge... » mehr

Maske-tragen

01.09.2020

Wie lange schützt eine Alltagsmaske?

Ob selbstgenähte Maske oder Einweg-Variante: Mund-Nase-Bedeckungen behalten nur ihre Wirkung, wenn sie regelmäßig gewechselt werden. Wie lange hält der Schutz an? » mehr

Corona-Impfstoff

21.07.2020

Britischer Corona-Impfstoff könnte zweifach wirken

Forschern der Universität Oxford in England ist offenbar ein großer Schritt auf dem Weg zu einem Coronavirus-Impfstoff gelungen. Bis zu einem Durchbruch ist es aber noch ein weiter Weg. » mehr

Vorsicht mit dem Apfel

12.08.2020

Wie das Immunsystem mit Kreuzallergien umgeht

Nach dem Biss in den Apfel kribbelt plötzlich der Mund - wer gegen Birkenpollen allergisch ist, zeigt hier womöglich eine Kreuzreaktion. Allergiker sollten solche Symptome unbedingt einordnen können. » mehr

Corona-Impfstoff

15.07.2020

US-Impfstoffkandidat zeigt erste gute Ergebnisse

Weltweit wird fieberhaft nach einem Corona-Impfstoff gesucht. Nun melden die USA einen Erfolg. Andere Länder sind schon etwas weiter. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 08. 2018
13:39 Uhr



^