Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Haarausfall ist meist kein Grund zur Sorge

Oh Schreck - wieder bleibt ein großer Büschel Haare in der Bürste hängen. Bis wann ist das Ausfallen von Haaren ganz normal und wann sollte man damit zum Arzt gehen?



Haare bürsten
In manchen Lebensphasen fallen mehr Haare aus als in anderen - zum Beispiel ein paar Monate nach einer Krankheit oder Operation.   Foto: Monique Wüstenhagen

Der Blick in die Bürste nach dem morgendlichen Kämmen offenbart vermeintlich Furchtbares: Büschelweise klebt darin das kostbare Haupthaar. Doch was manchmal angsteinflößend aussieht, ist in Wirklichkeit ganz normal. Der Menschen verliert Haare - viele, jeden Tag.

Was das ist?

Der ganz natürliche Haarausfall ist eine Folge des Haarzyklus'. Zwischen drei und sieben Jahren verweilen Haare auf dem Kopf. Dann verabschiedet sich das Haar ganz freiwillig in die Fänge von Bürste oder Kamm. «Zwischen 100 und 200 Haare verlieren wir jeden Tag», sagt Ute Siemann-Harms, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Was also tun?

Fallen plötzlich sehr viel mehr Haare aus als sonst, rät die Ärztin, kurz mal drei Monate zurückzudenken. Hatte man da eine Infektion? Die Grippe etwa? Oder wurde man operiert? «In solchen Situationen synchronisieren mehrere Haarwurzeln ihren Zyklus», erklärt Siemann-Harms. Die Folge: Etwa drei Monate später fallen ganz viele Haare auf einmal aus.

Findet man keinen solchen Grund für den plötzlichen Verlust, lohnt sich ein Besuch beim Hausarzt. Denn neben anlagebedingtem Haarausfall kann auch Eisenmangel oder eine Störung der Funktion der Schilddrüse hinter vermehrtem Haarausfall stecken. «In dem Fall muss entweder die Störung behandelt werden, oder der Betroffene muss seine Ernährung etwas anpassen.»

Dass irgendeine bestimmte Ernährung den normalen Haarausfall beeinfluss kann, stimme dagegen nicht, sagt Siemann-Harms. Außer der generell empfohlenen ausgewogenen, gesunden Ernährung kann man für die Haarpracht nicht viel tun. Auch wie oft die Haare gewaschen werden und welche Bürste jemand benutzt, sei nebensächlich. «Haare, die ausfallen wollen, fallen aus», sagt die Hautärztin.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 09. 2018
10:57 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ernährung unter gesundheitlicher und wissenschaftlicher Perspektive Haarausfall
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen/Bremen

21.05.2019

Krankenkasse muss teures Haarteil statt Perücke bezahlen

Ist aus medizinischen Gründen die Anfertigung eines maßgefertigten Haarteils erforderlich, muss die Krankenkasse die Kosten erstatten. Geklagt hatte eine Frau mit kreisrundem Haarausfall. » mehr

Schminkkurse für Krebspatientinnen

19.11.2018

Kosmetikseminare helfen krebskranken Frauen

Sich in der eigenen Haut wohlfühlen - das ist für viele Frauen nicht einfach. Besonders schwierig kann es werden, wenn sich durch eine Chemotherapie die Haut verändert und Haare ausfallen. Schminkkurse soll Krebspatienti... » mehr

Empfaengerkanaele

05.09.2018

Wann eine Haartransplantation infrage kommt

Fußballtrainer Jürgen Klopp hat es gemacht - und außer ihm machen es pro Jahr Tausende andere in Deutschland auch: eine Haartransplantation. Der Eingriff ist allerdings komplex und sollte nur von spezialisierten Ärzten v... » mehr

Digitaler Ernährungsberater

21.09.2018

Digitale Ernährungsberater helfen beim Einkauf

Apps erleichtern das Kalorienzählen, Uhren erinnern ans Wassertrinken, Handys wissen, worin die meisten Vitamine stecken. Die Digitalisierung verändert das Essverhalten. Und womöglich gehen Menschen bald mit dem Ernährun... » mehr

Paprika statt Pillen

03.09.2018

Vitamintabletten schützen nicht vor Kreislauferkrankungen

Zur Prävention von Schlaganfall und Herzinfarkt scheinen Nahrungsergänzungsmittel nutzlos zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie. Experten raten stattdessen zu einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung. » mehr

Frau mit Darm-Problemen

31.08.2018

Sollten wir mehr über Stuhlgang reden?

Liebevolle Herzen zieren die Holztüren von Plumpsklos - das Thema «großes Geschäft» ist schambesetzt. Diese Verklemmtheit könnte ein Fehler sein. Denn Darm und Stuhlgang verdienen mehr Aufmerksamkeit. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 09. 2018
10:57 Uhr



^