Lade Login-Box.
Topthemen: NP-FirmenlaufMordfall OttingerHSC 2000 CoburgBBC CoburgStromtrasse

 

Tausende Patienten von Herzschrittmacher-Rückruf betroffen

Bei einem Herzschrittmacher des Herstellers Medtronic kann es zu einem Funktionsfehler kommen. Patienten, die das betreffende Gerät tragen, sollten es vom Arzt neu einstellen lassen.



Röntgenbild mit Herzschrittmacher
Ein Herzschrittmacher gibt dem Herz den Takt vor. Der Hersteller Medtronic muss nun bei einem seiner Modelle die Einstellungen ändern.   Foto: Stefan Sauer/Illustration

Tausende Träger von Herzschrittmachern in Deutschland sind von einem Rückruf mehrerer möglicherweise funktionsgestörter Modelle betroffen.

Wie der Hersteller Medtronic mitteilte, kann es in sehr seltenen Fällen und nur in bestimmten Betriebsarten zu einer Stimulationspause kommen. Alle Patienten mit Geräten aus den betroffenen Serien könnten diese von ihrem Arzt in einen Modus umprogrammieren lassen, der eine solche Stimulationspause verhindert. Ein operativer Eingriff sei für die Umprogrammierung nicht erforderlich.

Die betroffenen Herzschrittmacher haben die Markennamen Adapta, Versa, Sensia, Relia, Attesta und Sphera sowie Vitatron der A, E, G und Q Serie. Die Geräte seien weltweit vom 10. März 2017 bis 7. Januar 2019 vertrieben worden. Von 156.957 Geräten weltweit habe es von zwei Patienten Berichte über vier Störungen gegeben. Die Patienten stammen nicht aus Deutschland.

Bereits im Januar seien Kliniken und Ärzte entsprechend unterrichtet worden. Betroffene Patienten sollten in aller Regel bereits über ihren Arzt informiert worden sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bewertete die von Medtronic veranlasste Maßnahme als zielführend und geeignet, Risiken für die Patienten zu minimieren. Die dauerhafte Lösung werde ein Software-Update sein, das der Hersteller derzeit entwickelt und das nach der Freigabe in der zweiten Jahreshälfte zur Verfügung steht. Betroffenen Patienten riet das Bundesinstitut, sich bei Fragen an den behandelnden Arzt zu wenden.

Die exakte Zahl der in Deutschland betroffenen Patienten wollte Medtronic auf Weisung seiner Zentrale in den USA nicht nennen. Nach Recherchen des NDR sind an zwei Kliniken in Hannover 660 Patienten betroffen. Medtronic ist der größte Hersteller von Medizinprodukten in Deutschland.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 02. 2019
09:48 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Herzschrittmacher Norddeutscher Rundfunk Patienten Ärzte
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Produktion von Brustimplantaten

27.11.2018

Wie sicher sind Medizinprodukte?

Herzschrittmacher, künstliche Hüftgelenke oder Brustimplantate: Nach den Recherchen eines weltweiten Mediennetzwerks sind die Kontrollen bei Medizinprodukten zu lax. Das führe zu Problemen, Leidtragende seien die Patient... » mehr

Fehler bei der Operation

16.05.2019

Was bei Verdacht auf Behandlungsfehler zu tun ist

Ein Patzer bei der Operation, eine falsche Behandlungsmethode oder Hygienemängel in der Praxis - beim Arzt- bzw. Klinikbesuch kann jede Menge schieflaufen. An wen sollten sich Patienten wenden, wenn sie einen solchen Feh... » mehr

Stroke Mobile

10.05.2019

Über die Erfolge bei der Schlaganfall-Hilfe

Noch vor 30 Jahren konnte ein Schlaganfall das Ende sein. Daran hat sich viel geändert. Noch immer aber zählt jede Minute. Es gibt viele Projekte, wie Hilfe noch schneller kommen kann. » mehr

Dietmar Oesterreich

08.05.2019

Wenn die Zahnarzt-Angst zur Krankheit wird

Es gibt Angst vor dem Zahnarzt. Die kann so schlimm sein, dass sie krankhaft ist. Die Betroffenen müssen zum Psychotherapeuten - möglichst bevor die ersten Zähne faulen. » mehr

Besuch beim Hausarzt

03.05.2019

Praxisärzte in Deutschland immer noch ungleich verteilt

Vielen Bundesbürgern ist es wichtig, dass sie es nicht allzu weit zum Arzt haben. Doch die Abdeckung mit Praxen ist in Deutschland nach wie vor ungleichmäßig, wie aktuelle Zahlen zeigen. Was können Patienten tun, wenn si... » mehr

Aufklärung beim Arzt

01.05.2019

Die richtige Vorbereitung auf den Arztbesuch

Idealerweise sind Mediziner und Patient Partner. Dafür muss der Patient gut informiert sein und die richtigen Fragen stellen. Dabei helfen ein Spickzettel, Online-Recherche und etwas Selbstbewusstsein - und im Notfall au... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 02. 2019
09:48 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".