Lade Login-Box.
Topthemen: Coronavirus in BayernDie Videos der WocheDer BachelorCotubeBlitzerwarner

 

Woran Parkinson früh zu erkennen ist

In der Bundesrepublik sind aktuell etwa 400.000 Menschen an Parkinson erkrankt. Vor allem ältere Menschen trifft die Krankheit, die meist erst im vortgeschrittenen Stadium Bewegungsstörungen hervorruft. Doch es gibt auch frühe Anzeichen.



Anzeichen für Parkinson
Auffälligste Folge einer Parkinsonerkrankung ist oft der Tremor - also ein Zittern eines oder mehrerer Körperteile. Doch anfangs können auch Schlaf- oder Riechstörungen ein Indiz sein.   Foto: Britta Pedersen

Parkinson verbinden viele mit langsamen Bewegungen und zitternden Händen. Das sind aber nicht die ersten Symptome der Krankheit, erklärt Prof. Rüdiger Hilker-Roggendorf von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson in der «Neue Apotheken Illustrierte» (Ausgabe 1. April 2019).

Mögliche erste Anzeichen für Parkinson sind demnach Schlafstörungen, Probleme mit dem Riechen und Stimmungsschwankungen. Zum Arzt sollten Betroffene gehen, wenn diese Symptome gehäuft auftreten und es keine naheliegende Erklärung dafür gibt, Rauchen als Ursache der Riechstörung etwa. Das gilt vor allem für diejenigen, die nahe Verwandte mit Parkinson haben.

Heilbar ist Parkinson nicht. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser können Ärzte aber gegensteuern und die Symptome möglichst lang in den Griff bekommen, erklärt der Neurologe. Dabei kommen Medikamente zum Einsatz, aber auch andere Behandlungsformen wie Physio- und Ergotherapie.

Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft. Ursache für die auch Schüttellähmung genannte Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Sie produzieren dann kein Dopamin mehr, mit dessen Hilfe der Körper normalerweise Bewegungen steuert. Zahlreiche Störungen sind die Folge: Zittern, verspannte Muskeln sowie Gang- und Gleichgewichtsstörungen. Hinzu kommen eine leise und monotone Sprache sowie eine starre Mimik. Zusätzliche Symptome können aber auch Schlafstörungen, Depressionen und geistige Beeinträchtigungen bis hin zur Demenz sein.

Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. In der Bundesrepublik sind laut Krankenkassendaten aktuell etwa 400.000 Menschen an dem unheilbaren Leiden erkrankt, schreibt die Deutsche Parkinson Gesellschaft. Die Patienten sind bei der Diagnose im Durchschnitt 60 Jahre alt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 04. 2019
10:27 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alzheimer-Krankheit Apotheken Kranke Krankheiten Medikamente und Arzneien Morbus Parkinson Neurodegenerative Erkrankung Neurologinnen und Neurologen Probleme und Krisen Schlafstörungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Mensch misst Taillenumfang

18.12.2019

Schlankheitsmittel sind mit Vorsicht zu genießen

Warum mühsam die Ernährung umstellen, wenn man zum Abnehmen auch einfach eine Kapsel einwerfen kann? So verspricht es manche Werbung - und trägt dabei, wie so oft, mindestens zu dick auf. » mehr

Eine Frau mit einem Rezept in der Apotheke

11.12.2019

So funktioniert die Zuzahlungsbefreiung

Quittungen aus der Apotheke sollten Verbraucher immer aufbewahren - gerade dann, wenn sie öfter krank sind. Denn eventuell kann man sich damit von teuren Zuzahlungen befreien lassen. » mehr

Juckreiz

07.08.2019

Wann man mit Juckreiz zum Arzt gehen sollte

Es juckt heftig. Darf man sich kratzen oder muss man das auf jeden Fall sein lassen? Wann sollten Betroffene zum Arzt gehen? » mehr

Elektroden-Verteiler

14.01.2020

Wenn Forscher Schlafenden in den Kopf schauen

Viele Menschen haben Schlafstörungen. Experten wie Hans-Günter Weeß kennen dafür etliche mögliche Ursachen. Ihr Ziel: «Wir wollen Patienten zu ihrer eigenen Schlaftablette machen.» » mehr

Apotheke Die Apotheken in Deutschland beklagen zu viele Lieferengpässe bei Medikamenten.

24.09.2019

Apotheken warnen vor Lieferengpässen

Ob Ibuprofen oder Blutdrucksenker - bei vielen Massenmedikamenten sind die Regale in Apotheken immer öfter leer. Ein Grund ist der globale Markt. Die Apotheker fordern Maßnahmen. » mehr

Mittagsschlaf macht meistens müde

12.02.2020

Ein Mittagsschlaf macht meistens müde

Das Mittagessen war umfangreich und reichhaltig, die Augen fallen zu. Jetzt erstmal ein Stündchen schlafen? Experten sagen: Besser nicht - denn Schlafprobleme werden so nur schlimmer. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 04. 2019
10:27 Uhr



^