Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

 

Zähneknirschen ist keine Krankheit

Intensives Zähneknirschen kann Schaden anrichten. Mögliche Folgen sind Zahnfrakturen, Sprechprobleme - und ein weniger schönes Gebiss. Was sind die Ursachen?



Zähneknirschen ist keine Krankheit
Nicht knirschen bitte: Bei Bruxismus können Ärzte Schutzmaßnahmen verordnen - darunter Schienen wie diese.   Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Schön ist Zähneknirschen nicht, gerade für die Mitmenschen. Eine Krankheit ist der sogenannte Bruxismus aber nicht, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Gelegentlich auftretende Muskelaktivitäten seien erst einmal völlig harmlos, so die Experten. In manchen Fällen hat die Knirscherei sogar schützende Wirkung: Schlaf-Bruxismus kann bei Atmungsstörungen in der Nacht, der Schlafapnoe etwa, die oberen Atemwege offenhalten. Und bei Sodbrennen entsteht durch Zähneknirschen mehr Speichel, was wiederum die schmerzhafte Wirkung der Magensäure lindert.

Gleichzeitig kann intensives Zähneknirschen jedoch Schaden anrichten. Der sogenannte Zahnabrieb steigt dadurch teils um das 10- bis 15-fache. Mögliche Folgen sind Zahnfrakturen, Sprechprobleme - und ein weniger schönes Gebiss. Zähne reagieren durch das Knirschen auch empfindlicher auf Hitze und Kälte. Hinzu kommen weitere Beschwerden, Schmerzen im Bereich der Schläfe oder beim Kaufen an den Kiefergelenken zum Beispiel.

Richtig heilen lässt sich Bruxismus nicht. Ärzte können aber Schutzmaßnahmen verschreiben, darunter sogenannte Okklusionsschienen. Wichtig ist zudem, die Ursache der Knirscherei zu finden: Das kann zum Beispiel emotionaler Stress sein, eventuell aber auch eine psychische Störung wie Depressionen. Nikotin kann je nach Dosis ebenfalls Bruxismus verursachen, genau wie manche Medikamente - Antihistaminika gegen Allergien oder Antidepressiva zum Beispiel.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 06. 2019
14:19 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Allergien Antidepressiva Antihistaminika Depressionen Krankheiten Medikamente und Arzneien Psychische Erkrankungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Ein Kind kratzt sich an der Schulter

04.12.2019

Schuppenflechte kommt bei Kindern oft nicht allein

Sie heißt Psoriasis oder Schuppenflechte, sie schuppt oder nässt - und sie kann noch mehr anrichten, gerade bei Kindern. Experten raten daher zu konsequentem Management. Doch was heißt das? » mehr

Frauen im Gespräch

19.11.2019

In kleinen Schritten aus der Einsamkeit

Einsamkeit hat viele mögliche Gründe, vom Wohnortwechsel bis zum Tod des Partners. Unabhängig von der Ursache sollte Betroffene etwas dagegen unternehmen. Denn wer lange allein ist, wird oft krank. » mehr

Versteckte Gefahr

30.09.2019

Wie man wenig bekannte Allergien entdeckt

Tränen die Augen oder juckt die Haut, kann sich eine allergische Reaktion dahinter verbergen. Nicht selten ist der Auslöser unbekannt - in einigen Fällen auch ungewöhnlich. » mehr

Kind mit Taschentuch

03.05.2019

Notfallhilfe für kleine Allergiker sollte geübt werden

Hat ein Kind eine schwere allergische Reaktion, ist schnelle Hilfe gefragt. Eltern sollten die Notfall-Medikamente daher stets in der Nähe haben und vor allem wissen, wie diese anzuwenden sind. » mehr

Buch von Professor Tom Bschor

23.01.2019

Warum Antidepressiva eine Therapie nicht ersetzen

Menschen mit Depression brauchen klar strukturierte Tage, feste Verhaltensregeln, Therapie - und Medikamente? Ja, sagt Experte Tom Bschor. Aber die Pillen sollten nicht der erste und einzige Weg zur Besserung sein. Doch ... » mehr

Depressionen

16.08.2019

Online-Therapien nicht ohne ärztlichen Rat nutzen

Zur Behandlung von Depressionen gibt es digitale Hilfsangebote. Experten raten zur Vorsicht. Sie ersetzen nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 06. 2019
14:19 Uhr



^